01.01.13

Vierschanzentournee

Deutsche verpassen Podium beim Neujahrsspringen

Platz als neun als beste Wertung. Doch Martin Schmitt bleibt mit seinem 14. Platz im Team.

Foto: Bongarts/Getty Images

Auch für Martin Schmitt reichte es in Garmisch-Partenkirchen nur für einen hinteren Platz
Auch für Martin Schmitt reichte es in Garmisch-Partenkirchen nur für einen hinteren Platz

Skispringer Severin Freund hat im Kampf um den Gesamtsieg bei der 61. Vierschanzentournee einen kräftigen Dämpfer erhalten. Beim erneuten Erfolg des Norwegers Anders Jacobsen kam der Dritte von Oberstdorf mit 251,9 Punkten nicht über Rang 15 hinaus. Tagessieger Jacobsen kämpfte sich in Garmisch-Partenkirchen im zweiten Durchgang von Rang neun nach vorne und gewann vor Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer (Österreich/276,8) und dem Norweger Anders Bardal (267,2).

In der Tournee-Gesamtwertung fiel Freund mit 542,7 Punkten vom dritten auf den fünften Rang zurück. Ganz vorne liegt Jacobsen, der mit 586,3 Zählern sogar vom Grand Slam mit allen vier Siegen träumen darf. Schlierenzauer folgt mit 573,8 Punkten auf Rang zwei, Andreas Wellinger (525,4) ist Achter.

Einziger Deutscher in den Top 10 wurde in Garmisch der erst 17 Jahre alte Wellinger (Ruhpolding/253,0) als Neunter. Vor 20.500 Zuschauern im ausverkauften Garmischer Stadion überraschte auch Martin Schmitt nach einer starken Leistung auf Platz 14.

Schmitt gehört damit auch bei den abschließenden Springen der 61. Vierschanzentournee in Innsbruck und Bischofshofen zur deutschen Mannschaft. Bundestrainer Werner Schuster berief den 34-Jährigen in sein nur noch sechsköpfiges Team, das die Weiterreise nach Österreich antritt. "Es war eine sehr knappe Geschichte. Wir haben es nach dem Leistungsprinzip gesehen, Martin gebührt hoher Respekt, er hat sich das verdient", sagte Schuster.

Neben Schmitt fahren wie erwartet auch Severin Freund (Rastbüchl), Richard Freitag (Aue), Michael Neumayer (Berchtesgaden), Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Andreas Wank (Oberhof) nach Österreich. Beendet ist die Tournee dagegen für Maximilian Mechler (Isny), Felix Schoft (Partenkirchen), Danny Queck (Lauscha), Karl Geiger (Oberstdorf), Daniel Wenig und Tobias Bogner (beide Berchtesgaden).

Schmitt hatte sich erst über den zweitklassigen Continentalcup für seine 17. Tournee in Folge qualifiziert. Im vergangenen Winter hatte der viermalige Weltmeister nach den beiden Springen in Deutschland noch die Heimreise antreten müssen.

Die DSV-Adler zeigten zwar eine geschlossene Mannschaftsleistung, wurden den hohen Erwartungen aber nur teilweise gerecht. Andreas Wank (Oberhof/252,5) wurde Elfter, Michael Neumayer (Berchtesgaden/246,1), Maximilian Mechler (Isny/245,1) und Danny Queck (Lauscha/242,8) folgten auf den Plätzen 21, 22 und 23. Richard Freitag (Aue/241,2) wurde nur 25.

Zwei Mitfavoriten mussten ihren Traum vom Gesamtsieg dagegen begraben: Der Schweizer Simon Ammann, der die Tournee noch nie gewonnen hat, verpasste den zweiten Durchgang ebenso wie Wolfgang Loitzl. Das Aus von Loitzl war der dritte herbe Schlag für die favorisierten Österreicher. Schon in Oberstdorf hatten sich Thomas Morgenstern und Andreas Kofler aus dem Rennen um den Gesamtsieg verabschiedet.

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