01.01.13

Krise in Dallas

Nowitzkis Trainer droht Spielern mit Rauswurf

Nach der sechsten Niederlage in Folge liegen bei den Dallas Mavericks die Nerven blank: Trainer Rick Carlisle will auch vor härtesten disziplinarischen Maßnahmen nicht mehr zurückschrecken.

Foto: dapd
Rick Carlisle
Rick Carlisle hat die Geduld mit seinen Spielern verloren

Panikmodus ein! Mit ungewöhnlichen Maßnahmen und offenen Drohungen ihres Trainers drängen die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki auf die dringend benötigte Trendwende. Nach der sechsten Niederlage in Serie soll die verschärfte Ansprache das erste Verpassen der Play-off-Runde in der nordamerikanischen Profiliga NBA seit 13 Jahren verhindern.

"Vorige Woche habe ich zwei Jungs im Training ins Gesicht geschrien, um meinen Standpunkt klarzumachen, und ich werde das wieder tun", sagte Trainer Rick Carlisle im Anschluss an das 86:111 gegen die San Antonio Spurs. "Wenn ich anfangen muss, Spieler zu suspendieren, weil sie die Dinge auf dem Feld nicht ausführen, die sie tun sollen, werde ich das machen. Irgendwie müssen sich die Dinge ändern." Mit 19 Niederlagen aus 31 Saisonspielen liegt Dallas im Westen deutlich hinter den Play-off-Plätzen zurück.

Änderung der Kleiderregeln

Als ersten Erziehungsschritt verfügte Carlisle eine Änderung der Kleiderregeln für Auswärtsreisen. Nowitzki und Co. dürfen nun nicht mehr im lockerem Trainingsdress bei den Charterflügen Platz nehmen, sondern mussten sich beginnend mit dem Trip nach Washington in einen Anzug zwängen.

Gegen den texanischen Erzrivalen aus San Antonio traf Nowitzki drei seiner neun Feldversuche für nur acht Punkte. Dennoch sieht der Würzburger erstmals seit der Rückkehr nach seiner Knieoperation einen Aufwärtstrend. "Ich habe mich zehnmal besser gefühlt, obwohl ich es nicht zeigen konnte. Ich hatte vielmehr Pep in meinem Antritt. Ich habe mich richtig bewegt, obwohl mein Wurf nicht wirklich funktioniert hat", sagte der 34-Jährige.

Nowitzki verfehlte den Ring

Eine Woche nach seinem Comeback beim 91:129 in San Antonio konnte Nowitzki sein besseres Gefühl noch nicht mit Taten auf dem Feld bekräftigen. In der ersten Hälfte unterlief ihm sogar ein Airball: Ein Drei-Punkte-Versuch des Würzburgers nach einem Schnellangriff verfehlte den gegnerischen Ring. "Er ist nicht Dirk Nowitzki, einer der größten Spieler, die je gespielt haben. Er wird Zeit benötigen", sagte Spurs-Trainer Gregg Popovich.

Die angekündigten Maßnahmen seines eigenen Trainers wertete Nowitzki als "ein wenig aggressiv", nahm sich und seine Teamkollegen aber in die Pflicht. "Es fängt mit den Spielern an. Wir sind nicht so talentiert wie die Topteams, das ist offensichtlich. Also müssen wir das wettmachen, härter spielen." Bester Werfer in der enttäuschenden Mavericks-Mannschaft war Aufbauspieler Darren Collison mit 18 Punkten. Für San Antonio traf der Franzose Tony Parker mit 21 Zählern am besten, der Argentinier Manu Ginobili erzielte 20 Punkte.

Clippers den ganzen Dezember unbesiegt

Das Topteam der Liga sind dank ihres 17. Sieges in Serie weiter die Los Angeles Clippers. Die Kalifornier gewannen zu Hause 107:96 gegen die Utah Jazz. Mit 16 Erfolgen im Dezember gelang dem Ortsrivalen der Lakers erst als dritter Mannschaft in der NBA das Kunststück, einen kompletten Monat ohne Niederlage zu bleiben. Dies hatten zuvor nur die Lakers in der Saison 1971/1972 und San Antonio in der Saison 1995/1996 geschafft.

Nach 18 Niederlagen nacheinander konnten die Charlotte Bobcats ihre schmerzhafte Pleitenserie beenden. Mit dem 91:81 bei den Chicago Bulls gelang dem Team von Klubbesitzer Michael Jordan der erste Erfolg seit dem 24. November.

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