29.12.12

Wintersport-Ticker

Zwei Gewinner beim engsten Rennen der Geschichte

Beim Abfahrtskrimi in Bormio haben Hannes Reichelt und Dominik Paris Geschichte geschrieben. Außerdem: Langläuferin Herrmann wird beim Auftakt der Tour de Ski Vierte, Skispringer Hocke tritt zurück.

Foto: REUTERS
Bormio
Alberto Tomba (l.) gratulierte den Bormio-Siegern Hannes Reichelt (M.) und Dominik Paris

DSV-Langläufer bei Northug-Sieg chancenlos

In Abwesenheit des erkrankten Tim Tscharnke haben die deutschen Langläufer zum Auftakt der Tour de Ski eine vordere Platzierung verpasst. Beim Prolog über 4 km in der freien Technik lief Axel Teichmann (Bad Lobenstein/22,8 Sekunden zurück), der zuletzt wegen Herzproblemen eine Zwangspause einlegen musste, als bester Vertreter des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf Rang 22. Zwei Ränge dahinter landete Tobias Angerer (Vachendorf/23,5). "Ich denke mit Axel und Tobi sind wir im Schlagbereich", sagte Bundestrainer Frank Ullrich.

Den Sieg sicherte sich unangefochten der zweimalige Olympiasieger Petter Northug. Der zweitplatzierte Marcus Hellner (Schweden) hatte bereits 6,1 Sekunden Rückstand auf den Norweger. Rang drei holte sich der Russe Alexander Legkow (7,2 Sekunden zurück).

Randall siegt beim Tour-Prolog

Die Amerikanerin Kikkan Randall hat am Samstag den Prolog der siebten Tour de Ski gewonnen und das Rote Trikot der Spitzenreiterin übernommen. Im Freistilrennen über 3,1 Kilometer setzte sie sich in Oberhof in 7:28,1 Minuten vor der Schwedin Charlotte Kalla durch. Dritte wurde die dreimalige Tour-Siegerin Justyna Kowalczyk aus Polen (4,7 Sek. zurück). Als beste deutsche Skilangläuferin landete Denise Herrmann aus Oberwiesenthal zum Auftakt auf einem hervorragenden vierten Platz; sie hatte 9,3 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Randall.

Reichelt und Paris gewinnen Abfahrt

Der Österreicher Hannes Reichelt und der Italiener Dominik Paris haben bei der knappsten Männer-Entscheidung in der Geschichte des alpinen Ski-Weltcups für einen Doppelsieg bei der Abfahrt gesorgt. Das Duo lag am Samstag in Bormio in Italien nur eine Hundertstelsekunde vor dem drittplatzierten Norweger Aksel Lund Svindal. Vierter wurde der Österreicher Klaus Kröll, der nur eine weitere Hundertstelsekunde hinter dem Podest platziert war.

Als bester deutscher Skirennfahrer kam Stephan Keppler, zeitgleich mit dem Italiener Peter Fill, auf den elften Rang. Keppler erfüllte damit die Hälfte der WM-Norm. Andreas Sander als 32. und Anton Lindebner als 43. verpassten Weltcup-Punkte. Philipp Zepnik schied aus.

Bei den Herren gab es nie eine engere Weltcup-Entscheidung. Lediglich bei den Damen war es schon einmal noch knapper. Beim Super-G in Norwegen im Jahr 2006 waren drei Skirennfahrerinnen auf dem ersten Rang platziert. Auf Rang vier betrug der Abstand nur eine Hundertstelsekunde. Einen weiteren Dreifachsieg hatte es beim Riesenslalom in Sölden im Jahr 2002 gegeben.

"So etwas hab ich noch nie erlebt", sagte der Gesamtweltcupführende Aksel Lund Svindal in Bormio. Und der Österreicher Kröll als Vierter konnte es kaum glauben. "Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag."

Hocke beendet Skisprung-Karriere

Team-Olympiasieger Stephan Hocke hat vor dem Auftakt der Vierschanzentournee das sofortige Ende seiner Skisprung-Karriere verkündet. Der 29-Jährige begründete seinen Rücktritt mit fehlender Perspektive und Motivation.

"Ich sehe keine Möglichkeiten mehr, meine sportlichen Ziele zu verwirklichen. Mir fehlt dadurch die Motivation, den Leistungssport auf höchstem Niveau weiter zu betreiben", sagte Hocke.

Der Thüringer war im Winter 2001/02 als damals 18-Jähriger in die Weltspitze durchgestartet. Bei seinem Weltcup-Debüt in Kuopio wurde er auf Anhieb Siebter, drei Wochen später feierte er in Engelberg seinen ersten und zugleich letzten Weltcupsieg. In Salt Lake City sprang Hocke dann gemeinsam mit Sven Hannawald, Martin Schmitt und Michael Uhrmann zum olympischen Mannschaftsgold.

"Wir respektieren die Entscheidung von Stephan und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Skisprung/Nordische Kombination im Deutschen Skiverband (DSV). "Wir würden uns freuen, wenn Stephan seine Erfahrungen und sein Know-how im Verband weitergeben könnte. Die Tür steht ihm jederzeit offen."

Erkrankter Tscharnke muss für Tour de Ski passen

Das deutsche Langlaufteam muss bereits vor dem Start der siebten Tour de Ski einen prominenten Ausfall verkraften. Der Biberauer Tim Tscharnke kann wegen eines Magen-Darm-Infekts die Sieben-Etappen-Tour am Samstagmittag in Oberhof nicht in Angriff nehmen. Für Tscharnke wurde Andreas Katz aus Baiersbronn nachnominiert.

Tscharnke gehörte zu den hoffnungsvollsten deutschen Startern bei der Tour de Ski. Der Thüringer, bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver mit Axel Teichmann (Bad Lobenstein) Silbermedaillengewinner im Teamsprint, hatte Anfang des Monats im kanadischen Canmore das Weltcup-Massenstartrennen über 15 Kilometer gewonnen und war beim Sprint Vierter geworden.

Quelle: dpa, sid/fb
Foto: Quirin Leppert

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