24.12.12

NBA

Mavericks-Debakel bei Nowitzki-Comeback

Zwei Monate nach seiner Knieoperation ist der deutsche Basketball-Superstar Dirk Nowitzki in die nordamerikanische Basketball-Liga zurückgekehrt. Geholfen hat es den Dallas Mavericks aber nicht.

Foto: dapd
Mavericks Spurs Basketball
Comeback: Dirk Nowitzki bei seinem ersten Spiel in dieser NBA-Saison

Dirk Nowitzki ist wieder da, doch auch das überraschende Comeback ihres lange verletzten Superstars konnte die Dallas Mavericks nicht vor einem 91:129-Debakel bei den San Antonio Spurs bewahren.

Als im ersten Viertel noch 6:28 Minuten zu spielen waren, kam Nowitzki erstmals in dieser Saison aufs Parkett. Am Ende standen für ihn nach insgesamt 20 Minuten Einsatzzeit acht Punkte und fünf Rebounds zu Buche.

Der 34-Jährige hatte zwei Monate nach seiner Knie-Operation nach eigener Aussage noch "etwas schwere Beine, aber ich habe mich gut durchgekämpft". Er habe sich vor dem Spiel gut gefühlt, "also wollte ich es auch versuchen", sagte Nowitzki dem US-Fernsehsender ESPN: "Persönlich war ich nach der langen Pause ganz zufrieden, es lief sogar besser, als ich gedacht hatte. Als Team haben wir allerdings einen langen Weg vor uns, der nur noch nach oben führen darf. Wir sind in der Defense nicht gut, und im Offensivspiel treffen wir katastrophale Entscheidungen."

Die Mavericks brauchen Nowitzki dringend, denn nach sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen verliert der Meister von 2011 als Tabellenzwölfter der Western Conference allmählich den Anschluss an die Play-off-Plätze.

"Wir waren nicht konkurrenzfähig, die Spieler waren egoistisch, keiner hat sich für den anderen eingesetzt", sagte Trainer Rick Carlisle: "Das ganze Spiel war eine einzige große Enttäuschung, es ist wirklich harte Arbeit, diese Jungs zu einem Team zu formen."

Der Zauber verflog schnell

Dabei schien das Comeback von Nowitzki die Mavericks zunächst durchaus zu beflügeln. Als der 34-Jährige Mitte des ersten Viertels von der Bank aufstand, die Jacke auszog und erstmals wieder das blaue Trikot mit der 41 auf das Feld trug, ging ein Raunen durch die Menge. "Es war, als wäre plötzlich Supermann durch die Tür gekommen", erzählte Guard Dahntay Jones. Mitte des zweiten Viertels führten die Mavericks mit 36:33, doch dann war der Nowitzki-Zauber auch schon verflogen.

Als die Gäste Ende des dritten Viertels mit 30 Punkten zurücklagen, beendete Carlisle die Nowitzki-Show. "Was hat es für einen Sinn, ihn im Spiel zu lassen, wenn schon alles verloren ist", sagte der Coach: "Er hat noch viel aufzuholen, wir wollen ihn jetzt nicht verheizen." Nowitzki hatte nach eigener Aussage in den vergangenen Tagen sehr hart trainiert, aber auch gespürt, "dass noch viel Explosivität fehlt. Das kann nur die Zeit bringen."

Carlisle wollte bei seinen teambildenden Maßnahmen keine Zeit verlieren und bat seine Mannschaft ausnahmsweise sogar an Heiligabend zum Training. Anders als in vielen europäischen Ländern feiern die Amerikaner Weihnachten erst am 25. Dezember. "Der 24. Dezember ist ein ganz normaler Tag, warum sollten wir also nicht trainieren", sagte ein sichtlich erzürnter Carlisle.

Schließlich geht es ja auch schon am Donnerstag weiter, dann müssen die Mavericks bei den Oklahoma City Thunder antreten. Am Freitag und am Sonntag folgen zwei Heimspiele gegen die Denver Nuggets und erneut gegen die San Antonio Spurs.

Das Team der Stunde bleiben derweil die Los Angeles Clippers. Bei den Phoenix Suns gewann die Mannschaft um die beiden Topscorer Blake Griffin (23) und Jamal Crawford (22) mit 103:77 und feierte damit den 13. Sieg nacheinander. Hinter Oklahoma sind die Clippers Zweiter in der Tabelle der Western Conference.

Quelle: sid/omi
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