19.12.12

Handball

Gegen Hannover erwacht der Kampfgeist der Füchse zu spät

Im letzten Heimspiel vor dem Weihnachtsfest verlieren die Berliner in einer schwachen Partie mit 27:28 gegen Hannover.

Von Sebastian Arlt
Foto: dpa

Torge Johannsen (l.) vom TSV Hannover Bugdorf im Zweikampf mit Ivan Nincevic von den Füchsen Berlin
Torge Johannsen (l.) vom TSV Hannover Bugdorf im Zweikampf mit Ivan Nincevic von den Füchsen Berlin

Bis zum Jahresende hatten sich die Füchse ein klares Ziel gesetzt. Die letzten vier Spiele in 2012 wollten die Berliner Handballer gewinnen. Der Anfang wurde mit einem Erfolg in Gummersbach vor einigen Tagen gemacht. Doch gestern folgte in der Max-Schmeling-Halle vor 6481 maßlos enttäuschten Zuschauern der große Rückschlag und ein 27:28 (13:13) gegen den TSV Hannover-Burgdorf. "Wir haben zu viele Fehler gemacht", bilanzierte Kapitän Torsten Laen.

Gegen Hannover hatte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson ein Spiel "auf Augenhöhe" prognostiziert. Die Füchse, Vierter in der Bundesliga, wollten die Niedersachsen, im Vorjahr 14. und als Siebter eines der Überraschungsteams in dieser Saison, unter keinen Umständen unterschätzen. Am Ende war Sigurdsson nur "sehr enttäuscht". Sein Urteil: "Wir haben unsere Aufgabe nicht gelöst."

Schon in den ersten 30 Minuten waren die Gäste gleichwertig, das 13:13 gerechtfertigt. Die Füchse, bei denen Johannes Sellin bester Werfer mit sechs Toren war, konnten nicht überzeugen. Sie gingen schlampig mit ihren Chancen um, scheiterten immer wieder am starken Torhüter Martin Ziemer. In der Abwehr wurde gegen die schnellen Hannoveraner nicht konsequent genug zur Sache gegangen. Schnell erkannte der TSV, dass man schon sehr viel erreicht hat, wenn die Kreise von Bartlomiej Jaszka empfindlich gestört werden. Nur von ihm ging wirklich Kreativität aus. Auch die erste Zwei-Tore-Führung (10:8) brachte den Berlinern nichts, sofort folgte eine 0:4-Serie zum 10:12.

Ein Aufbäumen in der zweiten Hälfte? "Aufwachen!", war nach 35 Minuten aus dem Publikum zu hören, die ersten Zuschauer pfiffen. Doch es wurde noch schlimmer – 17:20 nach 43 Minuten. Es schien die Leidenschaft zu fehlen. Beste Chancen wurden vergeben. Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter, oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, wurde von seinem Gegenüber Ziemer klar in den Schatten gestellt.

Hoffnung beim 19:20, doch gleich 19:23 (48.). Zehn Minuten vor Ende (20:24) kam Petr Stochl für Heinevetter ins Tor. Zumindest kämpften die Füchse jetzt verbissen, es ging noch was: Drei Minuten vor Ende 25:26, beim 27:28 kamen die Füchse Sekunden vor dem Ende noch einmal an den Ball, aber es war zu spät. Diese Niederlage kann die Berliner in der Endabrechnung noch teuer zu stehen kommen.

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