16.12.2012, 08:02

Boxen Arthur Abraham besiegt Bouadla durch technischen K.o.

Der Boxer hat sein Comeback-Jahr mit einem überzeugenden Sieg abgeschlossen. In Runde 8 war der Kampf um den WBO-Weltmeistertitel zu Ende.

Profiboxer Arthur Abraham hat seinen WBO-Weltmeistertitel im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigt. Der 32 Jahre alte Deutsch-Armenier setzte sich am späten Sonnabendabend in Nürnberg gegen den Franzosen Mehdi Bouadla durch technischen K.o. in der achten Runde durch.

Es war für Abraham der 36. Sieg im 39. Profikampf und der 28. K.o.-Erfolg. "Das war ein Superjahr für mich. Wir haben es geschafft, zurückzukommen. Bouadla hat bis zum Schluss gekämpft und hart geschlagen", sagte Abraham. Er hatte den Titel erst im August 2012 gegen den Magdeburger Robert Stieglitz geholt.

Von Beginn an war Abraham überlegen und setzte den Franzosen unter Druck. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg in Gefahr. Der 32-Jährige, der sich nach bitteren Niederlagen im Super-Six-Turnier in diesem Jahr wieder an die Weltspitze boxte, deckte seinen boxerisch limitierten Wiederpart immer wieder mit harten Schlagserien ein. In der siebten Runde verletzte sich Bouadla am rechten Augenlid, der Ringarzt untersuchte ihn – ließ das Gefecht danach aber weiterlaufen.

In der achten Runde – nach vielen Schlägen von Abraham gegen den Kopf von Bouadla – brach der US-Ringrichter den Kampf ab. "Ich bin okay", sagte der Franzose und lobte seinen Gegner: "Arthur hat wie ein Champion geboxt."

Abrahams Trainer Ulli Wegner war sehr zufrieden mit seinem Schützling. "Wir hatten ein sehr gutes Trainingslager, er hat hervorragend gearbeitet und sich dann im Kampf an die Anordnungen gehalten." Abraham selbst dankte den 7000 Fans in Nürnberg: "Es war eine tolle Atmosphäre." Und er dankte auch Fernseh-Moderator Waldemar Hartmann, der am Sonnabend für die ARD zum letzten Mal am Ring im Einsatz war.

Hinter einem bereits vereinbarten Rückkampf gegen Stieglitz steht im Moment allerdings ein Fragezeichen, weil sich der Ex-Weltmeister wegen Körperverletzung verantworten muss. Auch Felix Sturm wäre ein attraktiver nächster Gegner, allerdings müssten sich dafür vor allem die konkurrierenden Fernsehsender ARD und Sat.1 einigen.

(BM)
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