12.12.12

Schwimm-WM

Paul Biedermann gewinnt Jubiläums-Medaille

Bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft der Schwimmer hat Paul Biedermann zum Auftakt Edelmetall gewonnen. Der 26-Jährige musste sich über die 200 Meter Freistil nur Ryan Lochte geschlagen geben.

Foto: dpa
Schwimmen - Kurzbahn-WM
Paul Biedermann präsentiert seine Silber-Medaille

Nach der großen Olympia-Enttäuschung hat sich Schwimmstar Paul Biedermann bei der Kurzbahn-WM in Istanbul mit einer Jubiläums-Medaille getröstet. Der 26-Jährige aus Halle/Saale gewann zum Auftakt auf seiner Weltrekordstrecke über 200 m Freistil Silber und damit zum insgesamt 25. Mal internationales Edelmetall.

Biedermann (1:42,07 Minuten) lag nach einem packenden Schlussspurt nur 15 Hundertstelsekunden hinter dem fünfmaligen Olympiasieger Ryan Lochte aus den USA. Bronze gewann der Amerikaner Conor Dwyer. Der Mainzer Dimitri Colupaev wurde Achter.

"Ich freue mich über Silber. Technisch hat Ryan Lochte einfach mehr drauf, er packt die Wenden viel besser. Und dann gewinnt man eben auf der Kurzbahn", sagte Biedermann: "Ich bin froh, dass ich nach Olympia, das eine große Wunde gerissen hat, ein Pflaster sammeln konnte."

Zwei Europarekorde

Bei den Titelkämpfen am Bosporus nimmt Biedermann auch noch über die doppelte Distanz teil. Auf dieser Strecke ist er nach Gold vor zwei Jahren in Dubai Titelverteidiger. Freundin Steffen startet über 50 und 100 m Freistil als Gold-Mitfavoritin.

Zu überzeugen wusste mit seinem überraschenden Finaleinzug auch der Cottbuser Christian Diener als Vorlaufachter über 100 m Rücken (51,06 Sekunden). Der Darmstädter Marco Koch (Vorlaufneunter über 100 m Brust) und die Wiesbadenerin Jenny Mensing (25. über 100 m Rücken) schieden dagegen aus.

Zum Auftakt der WM fielen gleich zwei Kurzbahn-Europarekorde. Die erst 15-Jährige Litauerin Ruta Meilutyte glänzte im Halbfinale über 50 m Brust in 29,51 Sekunden und blieb damit um 0,04 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke der Heidelbergerin Janne Schäfer. Außerdem gewann die Ungarin Katinka Hosszu WM-Gold über 200 m Schmetterling in Europarekordzeit von 2:02,20 Minuten.

Lambertz wird Freitag vorgestellt

Am Rande der Titelkämpfe haben die deutschen Schwimmer auch zu ihrem neuen Bundestrainer Stellung bezogen. Die meisten begrüßten die offensichtliche Wahl zu Henning Lambertz, der am Freitag in Istanbul offiziell vorgestellt werden soll. "Das ist ein cooler Typ, er kann mit Sportlern umgehen", lobte der Diener.

Biedermann wünschte dem neuen Bundestrainer angesichts der komplizierten Gemengelage innerhalb des Verbandes "starke Nerven und ein langes Durchhaltevermögen".

Er selbst hatte sich in der Vergangenheit für einen Trainer aus dem Ausland ausgesprochen. Auch Mensing meinte: "Viele hätten sich jemanden von außerhalb gewünscht. Ein neues Konzept wäre für den DSV nicht schlecht."

42-jähriger Warnecke sorgt für Wirbel

Für Wirbel sorgte am Beckenrand eine Meldung aus der Heimat: Der frühere Weltmeister Mark Warnecke, mittlerweile 42 Jahre alt, will die Naturgesetze überlisten und wieder ins Wettkampfbecken steigen. "Wegen meines Berufes mache ich sehr viele Forschungen, und jetzt bin ich eben mal selbst das Versuchskarnickel. Mir macht es Spaß zu gucken, was man aus dem alten Kasten noch rausholen kann", sagte der Arzt und Anbieter von Diätprodukten.

"Tolle Sache. Beim Masters?", fragte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow mit einem ironischen Seitenhieb. Die Masters sind die Wettbewerbe für die älteren Semester im Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Lambertz dagegen findet die Idee "klasse" und glaubt, der Olympiadritte von 1996 könne an seine Bestzeiten von damals anknüpfen.

Quelle: sid/fb
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