06.12.12

Endspiel 2015

Hertha freut sich auf Berliner Champions-League-Finale

Laut verschiedenen Berichten wird das Finale 2015 im Olympiastadion ausgetragen. Heimklub Hertha BSC veranlasst das zum Träumen.

Foto: picture-alliance / Hans Joachim/dpa

Große Bühne: Im Berliner Olympiastadion wurde das WM-Finale 2006 ausgespielt
Große Bühne: Im Berliner Olympiastadion wurde das WM-Finale 2006 ausgespielt

Ob es Lionel Messi vom FC Barcelona sein wird oder ein anderer Weltstar, der in drei Jahren den silbernen Pokal mit den geschwungenen Henkeln für den Gewinn der Champions League in den Himmel stemmt, ist noch offen. Nicht mehr offen dagegen ist, wo die Trophäe für die beste Klubmannschaft Europas vergeben wird. Denn nach Informationen der "Bild" und der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" findet das Endspiel der Champions League 2015 im Berliner Olympiastadion statt.

Nachdem das Finale in diesem Jahr bereits in München ausgespielt worden war (Bayern München verlor im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea), wird der Sieger der Königsklasse binnen drei Jahren zum zweiten Mal in Deutschland gekrönt. Zwar gibt die Europäische Fußball-Union (Uefa) den Endspielort erst im März 2013 bekannt, doch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagte zu diesem Thema: "Wir können uns große und berechtigte Hoffnungen machen, dass das Champions-League-Finale nach Berlin kommt."

EM 2020 in ganz Europa

Doch es kommt noch besser: Auch als Austragungsort für die Europameisterschaft 2020 kann sich Berlin berechtigte Hoffnungen machen. Am Donnerstag beschloss das Uefa-Exekutivkomitee auf seiner Sitzung in Lausanne, dass die EM in acht Jahren "in verschiedenen Metropolen" Europas ausgetragen werden soll.

Damit folgte die Exekutive mit Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger dem Vorschlag von Uefa-Präsident Michel Platini. Mit Ausnahme des türkischen Vertreters stimmten alle Mitglieder dafür. In wie vielen Ländern die EM ausgespielt wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch waren 13 Länder. Eine Entscheidung wird auch hier im März 2013 erwartet.

Freude bei Hertha

Beim Berliner Zweitligaklub Hertha BSC, der seine Heimspiele im Olympiastadion austrägt, wurde die Nachricht vom Spielort des Finales der Königsklasse begeistert aufgenommen. "Das ist eine tolle Sache. Es gab schon in der Vergangenheit Bemühungen, ein solch großes Finale ins Olympiastadion zu holen", sagte Hertha-Manager Michael Preetz: "Wir hatten die Weltmeisterschaft, wir hatten die Frauen-WM, und jetzt bekommt das Olympiastadion ein weiteres Highlight." Doch nicht nur für Hertha ist die Ernennung als Endspielort eine große Ehre, sondern auch für die Hauptstadt insgesamt. "Das ist eine großartige Geschichte für die Sportstadt Berlin", sagte Preetz.

Dass Hertha selbst Teilnehmer am Champions-League-Finale im eigenen Stadion sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Und dennoch kann man ja ein bisschen träumen. Ein "Finale zu Hause, das unterschreibe ich sofort", sagte Herthas Trainer Jos Luhukay und grinste.

Quelle: BM
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