30.11.12

Ex-Boxer Camacho

Angebliche Freundin lässt Trauerfeier eskalieren

Eine 27-Jährige behauptet, die letzte Partnerin des verstorbenen Ex-Boxers Hector Camacho zu sein. Dessen Schwestern wollen das nicht glauben. Es kommt zum Streit, am Ende fliegen sogar Teller.

Foto: REUTERS
Ex-Boxer Hector Camacho
Seit Wochenbeginn kondolieren Fans des früheren Box-Champions Camacho an dessen Sarg

Bevor Hector Camacho in den Ring trat, sagte er stets: "Wessen Stunde hat geschlagen? Die des Machos!" Am 24. November war es dann tatsächlich so weit: Bei einer Verfolgungsjagd in Puerto Rico wurde der ehemalige Weltmeister im Superfeder-, Leicht- und Halbweltergewicht niedergeschossen. Wenig später erlag der 50-Jährige, der nach dem Karriereende 1997 durch zahlreiche Drogen- und Alkoholeskapaden in den Schlagzeilen geblieben war, seinen Verletzungen. Die schillerndsten Tage des Hector Camacho sollten damit jedoch erst beginnen.

Seit Wochenanfang lag er aufgebahrt in Bayamon in seiner puertoricanischen Heimat. Der Zug der Fans, die sich von ihrem einstigen Idol verabschieden wollten, war seitdem nicht abgerissen. Eine Mischung aus Trauer und Wehmut umgab den prachtvollen Totenschrein – bis Mittwoch. Dann kam Cynthia Castillo nach Bayamon. Sie trug ein rosafarbenes T-Shirt, von dem Hector Camacho lächelte. Die 28-Jährige ging strammen Schrittes zum Sarg, beugte sich über den Leichnam und drückte ihm ohne zu zögern einen Kuss auf die kalten Lippen.

Kuss auf kalte Lippen

Die Empörung unter den ebenfalls anwesenden Schwestern des früheren Boxers war groß. Castillos Erklärung, sie sei zum Zeitpunkt des Todes die Freundin an der Seite Camachos gewesen und dürfte sich doch wohl noch standesgemäß verabschieden von ihrem einstigen Partner, fand wenig Anhänger. Offenbar hatten weder die Schwestern von Camacho noch dessen mit ihnen trauernde Ex-Freundin je etwas von dieser Beziehung gehört. Ein Wort ergab das andere, schnell stand der Vorwurf der Erbschleicherei im kurz zuvor noch so würdevollen Raum. Am Ende bewarfen sich die wütenden Frauen mit Tellern.

"Ich bin die aktuelle Freundin von Hector", empörte sich Castillo beim US-Sender "ESPN": "Anstatt so mit mir umzuspringen, sollten sie mir lieber dankbar sein, dass ich bis zum Ende an Hectors Seite war." Dessen Mutter entgegnete: "Diese Frau ist gefährlich. Die Polizei sollte sich ihrer annehmen." Der Mann, der alles aufklären könnte, ruht jedoch still in seinem Sarg. Inzwischen wurde er in New York aufgebahrt, in der Hoffnung auf friedlichere Kondolenz. Am Sonnabend wird er endlich beerdigt.

Quelle: sip
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