27.11.12

Basketball

Hoeneß holt den Bundestrainer zu den Bayern

Spektakulärer Coup der ambitionierten Basketball-Abteilung der Münchner: Trainerlegende Svetislav Pesic soll das Lieblingsprojekt des Klubpräsidenten Uli Hoeneß endlich auf Vordermann bringen.

Foto: dapd
Hoeneß und Pesic
Klubpräsident Uli Hoeneß (l.) stellte Svetislav Pesic als neuen Trainer des Münchener Basketball-Teams vor

Nach dem deutschen Nationalteam soll Svetislav Pesic nun auch die kriselnden Bayern-Basketballer wieder auf Kurs bringen. Der 63 Jahre alte Trainer-Veteran wurde am Dienstag als Nachfolger des glücklosen Bauermann-Nachfolgers Yannis Christopoulos präsentiert und wird bereits am Sonntag (17.00 Uhr/Sport 1) im Auswärtsspiel bei seinem Ex-Klub Alba Berlin auf der Bank sitzen. "Die Vorstellungen, die Herr Pesic vom Basketball hat, haben mir sehr gut gefallen", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Mit einem roten Schal um den Hals hatte der Bayern-Boss um kurz nach 15.00 Uhr zusammen mit Pesic und dessen Sohn und Sportdirektor Marco Pesic im Presseraum des Audi Domes Platz genommen, um den zweiten Trainerwechsel der Saison zu verkünden. Schon kurz vor Beginn der Spielzeit hatten die Bayern mit der Entlassung von Dirk Bauermann für einen Paukenschlag gesorgt.

"Eines der größten Projekte der Welt"

"Ich freue mich sehr, dass ich jetzt Teil eines der größten Basketball-Projekte der Welt bin", sagte Svetislav Pesic, der zuletzt als Nationaltrainer tätig war und auch da die Nachfolge von Dirk Bauermann angetreten hatte. Bei den Bayern erhält er zunächst einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

Hoeneß ist überzeugt davon, in Pesic Senior jetzt endlich den richtigen Trainer für die schwer zu handelnde Mannschaft gefunden zu haben. "Wir hätten den Wechsel nicht vollzogen, wenn wir nicht die Möglichkeit gehabt hätten, Svetislav Pesic zu bekommen", sagte Hoeneß. "Er ist ein sehr erfahrener Trainer, der große Teile der Mannschaft aus seiner Zeit beim Nationalteam sehr gut kennt."

Wird Ex-Bayern-Coach Bauermann jetzt Bundestrainer?

Zwar mussten die Bayern nicht beim Deutschen Basketball Bund (DBB) um eine Freigabe für Pesic bitten, da dessen Vertrag nach der gelungenen Qualifikation für die Europameisterschaft 2013 in Slowenien ausgelaufen war. Dennoch war der Verband informiert. "Wir freuen uns für den FC Bayern, dass er einen solchen Top-Trainer bekommt", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. "Das ist positiv für den gesamten deutschen Basketball."

Wer die Nachfolge von Pesic beim Nationalteam antritt, ist noch offen. Via Pay-TV-Sender "Sky Sport News" brachte sich Bauermann wieder ins Gespräch. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass Pesic nach der Bundesliga-Saison wieder bei der DBB-Auswahl auf der Bank sitzt. Nur eine zeitgleiche Doppelfunktion verbieten die Statuten der Liga.

Der Sohn ist schon da - als Sportdirektor

Zunächst hat der Europameister-Coach von 1993 aber nur die Bayern im Blick. "Wir müssen uns erstmal kleine Ziele setzen. Ich kann aber versprechen, dass wir schon heute um die Meisterschaft mitspielen können", sagte Pesic sehr zur Freude des neben ihm sitzenden Hoeneß. Wer Pesic bei den Münchnern assistiert, ist noch nicht klar. Der geschasste Christopoulos lehnte das Angebot des Clubs ab, unter Pesic zu arbeiten. "Wir bedauern seine Entscheidung, können sie aber verstehen", sagte Hoeneß.

Der mächtige Mann bei den Bayern hatte nach der blamablen Vorstellung gegen Braunschweig am vergangenen Samstag zusammen mit Sportdirektor Marco Pesic entschieden, dass erneut Handlungsbedarf besteht. "Das Spiel gegen Braunschweig war schlichtweg nicht akzeptabel", sagte Marco Pesic. Dass er noch im September eine Verpflichtung seines Vaters kategorisch ausgeschlossen hatte, spielte jetzt keine Rolle mehr. "Ich bin überzeugt davon, dass er der Richtige für den Job ist."

Quelle: dpa/pk
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