Kommentar
Gesetze des Marktes
Sebastian Arlt über das Verschwinden von Sport-Highlights
Erst das CHI der Reiter, dann das Tennisturnier des LTTC Rot-Weiß, jetzt das Internationale Stadionfest (Istaf) – Berlin verliert ein weiteres Highlight aus dem jährlichen Sportkalender. Selbst wenn das Leichtathletik-Meeting in kleinerem Rahmen vielleicht weiter existieren wird, ist dies ein Schlag für die verwöhnte Sportstadt Berlin.
Doch bei aller Klage: Der Markt hat seine Gesetze. Wäre die deutsche Leichtathletik in der Vergangenheit erfolgreicher gewesen, gäbe es bei Fernsehzeiten und Sponsorensuche nicht die aktuellen Probleme. Lange vorbei sind die Zeiten der Senatsbürgschaften. Die Scheichs aus Katar hielten das Tennisturnier erst einmal noch über Wasser, sonst wäre ebenso früher Feierabend gewesen wie fürs Istaf, wenn nicht vor allem Werner Gegenbauer vor einigen Jahren mit privatem Geld für die Rettung gesorgt hätte.
Es gibt auch Gegenbeispiele: Der Berlin-Marathon boomt weiter. Das Gesamtpaket stimmt ebenso wie beim Sechstagerennen, das ja auch jahrelang von der Bildfläche verschwunden war. Nur über Erfolge gibt es einen Weg zurück ins Licht. Es liegt nun an der Leichtathletik selbst.
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