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Kommentar

Das Istaf muss bleiben!

Sebastian Arlt über Animositäten der Leichtathletik-Funktionäre

Guter Sport mit dem krönenden Höhepunkt im Frauen-Hochsprung, eine große und stimmungsvolle Kulisse – das Internationale Stadionfest (Istaf) gab gestern einen schönen Rahmen ab für den Start der Golden League. Und das Meeting sorgte auch schon für Vorfreude auf das große Ereignis, das Berlin und sein Olympiastadion in zwei Monaten weltweit in den Fokus rücken wird: die Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom 15. bis 23. August.

Doch es mischte sich gestern in die Freude auch Nachdenklichkeit. Denn im Augenblick weiß niemand, ob die 68. Auflage des traditionsreichen Istaf nicht auch die letzte gewesen ist. Alles ist möglich: Ein Berliner Meeting in der vom Weltverband IAAF ab 2010 ins Leben gerufenen Diamond League ebenso wie ein eher kleineres Sportfest im Jahnsportpark. Vielleicht aber auch verschwindet Berlin nach der WM ganz von der Weltkarte der Leichtathletik.

Und um das zu verhindern, müssen sich die handelnden Personen endlich zusammenraufen. In einem Geflecht von Animositäten haben sich Macher des Istaf und Verantwortliche beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) verheddert. Die Vergangenheit darf keine Rolle mehr spielen, weil sonst die Zukunft verspielt wird. Alle arbeiten zweifellos mit Enthusiasmus und Engagement für die Leichtathletik. Allein deshalb müsste doch ein Miteinander möglich sein. Ist Berlin kein ernst zu nehmender Leichtathletik-Standort mehr, dürfte auch sehr schnell die blaue Bahn aus dem Olympiastadion verschwinden. Schuld daran wären dann die, die heute uneinsichtig bleiben.

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