30.10.12

Spur der Verwüstung

Wie Tropensturm "Sandy" den US-Sport lahmlegt

Das heftige Unwetter an der amerikanischen Ostküste beeinflusst auch den Sport. Die Footballliga verlängerte ihre Transferperiode, und der New-York-Marathon steht vor einer logistischen Großaufgabe.

Foto: REUTERS
An Eagles fan holds a sign during the Eagles' loss to the Falcons during their NFL football game in Philadelphia
Ein merkwürdiger Wunsch: Ein Fan des Football-Teams Philadelphia Eagles sehnt sich angesichts der drohenden Niederlage gegen Atlanta nach dem Wirbelsturm

Tropensturm "Sandy" hat auch Auswirkungen auf den US-Sport. Die National Football League (NFL) hat ihre Transferperiode um zwei Tage verlängert. Ursprünglich sollte die Wechselfrist am Dienstag enden, wurde nun aber auf Donnerstag, 16.00 Uhr (Ostküstenzeit), verschoben.

Aufgrund des Sturms hatten die New York Giants, New York Jets, Philadelphia Eagles und Baltimore Ravens ihre Spieler und Angestellten zudem aufgefordert, daheim zu bleiben. "Sie sollen bei ihren Familien bleiben, das ist wichtiger als Training", sagte Rex Ryan, Trainer der New York Jets.

In der Basketballliga NBA flogen die Boston Celtics früher als geplant nach Florida, wo am Dienstag ihr erstes Spiel bei Meister Miami Heat angesetzt ist. "Wir wollten einfach raus hier. Es ist ein langer Flug, und wir wollten nicht im Flieger steckenbleiben", sagte Trainer Doc Rivers.

"Die Zeit ist auf unserer Seite"

Der New-York-Marathon am kommenden Sonntag soll hingegen wie geplant stattfinden. Wie die Veranstalter bekannt gaben, seien keine Veränderungen zu befürchten. "Die Zeit ist auf unserer Seite", sagte Geschäftsführerin Mary Wittenberg. Die Entwicklung des Sturms, der in New York und anderen Teilen der Ostküste in der Nacht zum Dienstag Flutwellen, heftigen Wind und schwere Überschwemmungen gebracht hatte, werde aber stetig beobachtet.

Die deutsche Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt, die ihren Start beim New-York-Marathon geplant hat, äußerte bei Facebook ihre Hoffnungen auf die Durchführung des Laufs. "Heute heißt es Abwarten und Tee trinken! Hoffentlich ist das Schlimmste vorbei, und es gibt nicht noch mehr Tote!", schrieb Mockenhaupt.

Fluglinie bieten Hilfe an

Als logistische Herausforderung könnte sich jedoch die Anreise der 18.000 bis 20.000 internationalen Läufer erweisen, da die Flughäfen in New York derzeit geschlossen sind. Die Fluggesellschaft United Airlines hat bereits angekündigt, den Eliteläufern beim Umbuchen behilflich zu sein. Zum New-York-Marathon werden mehr als 45.000 Teilnehmer erwartet.

Aufatmen kann die Major League Baseball (MLB). Für den Montag war das fünfte Spiel der World Series zwischen den Detroit Tigers und den San Francisco Giants in Detroit angesetzt. Die Wettervorhersage verhieß stürmische Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Aber durch den vorzeitigen Sieg der Giants ist die Finalserie nach nur vier Spielen bereits beendet.

Quelle: DW/SUF
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