02.10.12

World Series in Oman

Klippenspringer sind die mutigsten Sportler der Welt

Beim Finale der World Serie in Oman siegt der Brite Gary Hunt vor dem Kolumbianer Orlando Duque. Doch wenn Nachahmer sich versuchen, geht die Sache nicht immer glimpflich aus.

Foto: DPA

Klippenspringer kennen offenbar keine Angst. Wenn sie sich in die Tiefe stürzen, erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern.

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Tollkühn müssen sie sein. Und ein bisschen lebensmüde. Wer sich freiwillig aus 27 Metern Höhe in die Tiefe stürzt, beim freien Fall eine Geschwindigkeit von bis zu 85 Stundenkilometern erreicht und dann nach einigen Körperschrauben im Wasser landet, zählt zweifelsohne zu den mutigsten Sportlern der Welt.

Klippenspringen ist nicht nur atemberaubend für die Zuschauer, sondern versetzt auch die Athleten in einen Stresszustand. Beim Finale der World Series in Oman war das wieder einmal zu beobachten. Während der Brite Gary Hunt mit einem spektakulären Sprung, dem "Triple Quad", einen grandiosen Schlusspunkt setzte, brachte der bis dato Führende der Serie, der Kolumbianer Orlando Duque, seinen letzten Versuch nur mit einem kleinen Fehler runter.

Hunt verdrängte den Kontrahenten so noch von Platz eins und war hinterher mehr als erfreut über den Coup. "Dieses Jahr war ohne Zweifel das härteste. Es fühlte sich an, als wäre jeder an der Spitze seiner Leistungsfähigkeit, und du musstest wirklich sehr gut springen, um zu gewinnen", meinte der 28-Jährige. "Auf die finale Wertung zu warten, war einer der nervenaufreibendsten Momente meines Lebens", so Hunt nach dem Finale in Wadi Shab.

Schwere Unfälle

Hunt kommt vom professionellen Turmspringen und nahm bereits an den Commonwealth-Spielen teil. Nach dem dritten Platz im Synchronspringen 2006 entschied er sich, künftig sein Glück von den Klippen zu versuchen. Eine offenbar lohnende Entscheidung, denn kaum ein anderer Athlet springt derart elegant in die Tiefe wie der Brite.

Die von Veranstalter Red Bull befeuerte Serie findet Nachahmer weltweit. Allerdings sind auch enorme Gefahren damit verbunden. Auf der Urlaubsinsel Mallorca wurde just eine 24-jährige Frau schwer verletzt, als sie an der Platja Coll Baix im Nordosten der Gemeinde Alcudia in die Tiefe sprang. Sie streifte einen Felsvorsprung und schlug derart unkontrolliert auf der harten Wasseroberfläche auf, dass sie mit schweren Rückenverletzungen ins Krankenhaus Son Espases eingeliefert werden musste, meldet das Internetportal "mallorcainfos.com". Zur Seerettung wurde sogar ein Hubschrauber eingesetzt, damit das Opfer in dem schwer zugänglichen Gebiet überhaupt geborgen werden konnte.

Quelle: jb
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