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23.09.12Sieg nach Rückstand
Hoffenheim mit Befreiungsschlag gegen Hannover
Nach drei Niederlagen in den ersten drei Bundesligaspielen stand 1899 Hoffenheim gegen Hannover 96 unter großem Druck. Nach einer Leistungssteigerung nach der Pause gelang ein verdienter Heimsieg.
Foto: DPA
1899 Hoffenheim - Hannover 96 3:1 (1:1)
Gegen die Niedersachsen vertrat Koen Casteels den verletzten Tim Wiese im Tor der Gastgeber.
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Sejad Salihovic hat Hoffenheims neuem Manager Andreas Müller einen Einstand nach Maß beschert und Trainer Markus Babbel vorerst aus der Schusslinie genommen. Der Bosnier erzielte per Flugkopfball in der 82. Minute den Treffer zum vorentscheidenden 2:1 beim 3:1(1:1)-Sieg am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 und beendete damit die Negativ-Serie der Kraichgauer, die zuletzt sieben Pflichtspiele in Folge verloren hatten. Daniel Williams (90.+2) setzte den Schlusspunkt.
Der angezählte Babbel ("Ich bin der Letzte, der das Geschäft nicht kennt"), dessen Team in der Schlussphase klar überlegen war, darf vor dem Derby am Mittwoch bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart einmal tief durchatmen.
"Es ist für uns alle eine riesen Erleichterung, dass wir den ersten Dreier eingefahren haben", sagte Fabian Johnson: "Das war heute unser Spiel, wir waren in allen Belangen überlegen. Wir wollen aus der englischen Woche das Maximum herausholen und auch in Stuttgart gewinnen."
Den Hoffenheimer Rückstand durch ein Eigentor des französischen Innenverteidigers Matthieu Delpierre (26.) hatte Fabian Johnson nur wenige Sekunden später (27.) egalisiert. Die noch nie im Kraichgau erfolgreichen Niedersachsen kassierten in ihrem zehnten Pflichtspiel der laufenden Saison die erste Niederlage.
Strafraumszenen waren Mangelware
Die 23.575 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen zu Beginn zwei engagierte Mannschaften, die sich allerdings weitgehend im Mittelfeld neutralisierten - Strafraumszenen waren Mangelware. Die Hoffenheimer von Trainer Markus Babbel, bei denen der zuletzt schwache Torwart und Kapitän Tim Wiese sowie Chris fehlten, begannen mit Joselu für Eren Derdiyok in der Spitze. Für den verletzten Wiese stand der Belgier Koen Casteels erstmals in der Bundesliga zwischen den Pfosten.
Die Gäste, die am Donnerstag in der Europa League ein glückliches 2:2 bei Twente Enschede geholt hatten, mussten auf den gesperrten Topscorer Szabolcs Huszti sowie den angeschlagenen Leon Andreasen verzichten. Besonders das Fehlen Husztis war Hannover anzumerken, im Offensivspiel lief zunächst nicht viel zusammen.
Nachdem sich die Besucher mit zunehmender Spielzeit immer mehr gelangweilt hatten, überschlugen sich die Ereignisse. Die jeweils ersten gefährlichen Szenen vor beiden Toren führten direkt zu Treffern. Erst verlängerte Delpierre eine Flanke von Konstantin Rausch per Kopf ins eigene Netz, dann schloss im Gegenzug Johnson einen Sololauf über die linke Seite sehenswert ab.
Slomka musste vor der Pause wechseln
Im Anschluss an die beiden Toren konzentrierten sich beide Mannschaften wieder auf die Defensivarbeit, darunter litt erneut die Attraktivität der Begegnung. Auf weitere Torchancen warteten die Fans im ersten Durchgang vergebens. Kurz vor der Pause musste Hannovers Trainer Mirko Slomka den angeschlagenen Angreifer Artur Sobiech durch Didier Ya Konan ersetzen.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel lebhafter. Bei einem Freistoß von Sebastian Rudy musste sich Hannovers Nationaltorwart Ron-Robert Zieler lang machen (54.). Nur drei Minuten später vergab Takashi Usami, der Japaner im Dress der Hoffenheimer, eine gute Chance.
Auf der Gegenseite machte es Ya Konan nur wenige Sekunden später auch nicht viel besser. In der 72. Minute sorgte erneut ein Rudy-Freistoß für Gefahr. Nur drei Minuten später scheiterte der eingewechselte Eren Derdiyok am großartig reagierenden Zieler. Nach Flanke des eingewechselten Kevin Volland sah Zieler aber nicht gut aus, Salihovic nickte am langen Pfosten ein.
"Heute hat meine Aura zum Sieg gereicht."
(Ivan Klasnic, Ersatzspieler des FSV Mainz 05, nach dem 2:0-Erfolg über den FC Augsburg, bei dem er nicht zum Einsatz gekommen war)
"Da ist noch eine ganze Menge drauf. Wir haben einen Teil abgehoben, aber es ist noch genug drauf."
(Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß bei Sky über das Festgeldkonto des deutschen Rekordmeisters)
"Das geht nicht anders bei so vielen Spielen. Dazu kommen ja auch noch andere Termine wie Sponsorenverpflichtungen oder Fotoshootings. Und jetzt kommt auch noch die Wiesn dazu..."
(Bayern-Coach Jupp Heynckes nach dem 2:0 über den FC Schalke zu den Themen Rotation und Oktoberfest)
"Auch er muss eine Schippe drauflegen. Er muss manchmal daran erinnert werden, dass es nicht reicht, nur den Ball zu streicheln."
(Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem 2:0 auf Schalke über die jüngste Leistungssteigerung von Nationalspieler Toni Kroos)
"Wir werden schon noch die Zeit finden, um auf das Oktoberfest zu gehen. Aber das müssen wir uns erst einmal verdienen."
(Bayerns Nationalspieler Toni Kroos nach dem 2:0 über Schalke)
"Wir werden trotzdem weitermachen."
(Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem ersten verlorenen Spiel seines Teams seit 31 Partien ohne Niederlage)
"Hamburg hat sechsmal auf unser Tor geschossen und drei Tore erzielt. In 99 von 100 Spielen treffen die nicht so gut."
(Dortmunds Neven Subotic bei Liga total! nach dem 2:3 beim Hamburger SV)
"Wir müssen jeden Gegner mit dieser Leidenschaft auffressen."
(HSV-Torhüter René Adler nach dem Sieg über Dortmund)
"Ich kam mir ja schon vor wie im Spielfilm 'Und täglich grüßt das Murmeltier'."
(HSV-Trainer Thorsten Fink über dem ersten Sieg im fünften Pflichtspiel)
"Wir kommen auch nicht aus der Baumschule, ein bisschen Fußball spielen können wir auch."
(Fürths Trainer Mike Büskens im Sky-Interview)
"Freu Dich DFB!"
(Plakat im Düsseldorfer Block beim Heimspiel gegen den SC Freiburg. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, ihre Kritik am Deutschen Fußball-Bund nicht mehr so unflätig zu äußern)
"Du kannst es nicht erzwingen oder er-müssen."
(Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem 0:0 in Düsseldorf mit der Neu-Kreation eines deutschen Wortes)
"Wenn's läuft, dann läuft's."
(Coach Armin Veh nach dem Rekordstart von Bundesliga-Rückkehrer Eintracht Frankfurt)
"Wir haben schon die Eigendynamik des Misserfolgs erlebt. Und jetzt erleben wir die Dynamik des Erfolgs."
(Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem vierten Sieg im vierten Spiel)
"Das ist halt ein Männersport. Wir spielen nicht Basketball."
(Nürnbergs Trainer Dieter Hecking zu seinem Ausraster nach dem Abpfiff)
"Wir sind ja keine eiskalten Ritter."
(Armin Veh mit Blick auf Heckings Ausraster)
Quelle: sid/jr
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