27.08.12

Auslosung

Berliner AK muss im Pokal gegen das "falsche München" ran

Der Viertligist spielt in Runde zwei des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten 1860 München. Und Union reist zu den Kickers Offenbach.

Foto: Massimo Rodari

Hartes Training beim Berliner Athletik-Klub: Den Lohn dafür gab es im Pokalspiel mit der 4:0-Klatsche für Hoffenheim.

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Der Traum von Meister Borussia Dortmund oder Bayern München hat sich für die beiden Berliner Teams nicht erfüllt. Fußball-Zweitligist 1. FC Union und Regionalligist Berliner AK 07 wurden von Losfee Sophia Thomalla für die 2. Runde des DFB-Pokals keine Erstligisten zugelost. Union muss beim Drittligisten Kickers Offenbach antreten. Das Überraschungsteam vom BAK hat gegen 1860 München Heimrecht. Die Partien finden am 30./31. Oktober 2012 statt.

Union kann mit dem Auswärtsspiel in Offenbach gut leben. "Gegen einen Drittligisten sind wir von der Papierform her Favorit, aber leicht ist diese Aufgabe nicht", sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. "Wir werden uns gewissenhaft auf dieses Spiel vorbereiten, denn wir wollen dort gewinnen. Aber jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Derby gegen Hertha BSC." Kapitän Torsten Mattuschka hat nach dem erstmaligen Erreichen der zweiten Runde seit neun Jahren noch einiges vor in dieser Pokalsaison. Mattuschka: "Mir gefällt das Los gut. Es ist sicher nicht leicht, aber machbar. Jetzt wollen wir in die dritte Runde kommen. Sollte uns das gelingen, dürfte es gerne mal ein Heimspiel sein."

Viele Spieler und der Vorstand des Berliner AK verfolgten die Auslosung in der Sportsbar "Route 66". Als 1860 München als Gegner feststand, brach kein großer Jubel aus. "Mist, das falsche München", entfuhr es Trainer Jens Härtel. "Wir haben uns eigentlich etwas Besseres vorgestellt. Aber vielleicht können wir auch diese Runde gewinnen", sagte Offensivmann Kevin Kruschke. "Ich hoffe, dass mehr Fans als beim ersten Spiel gegen Hoffenheim kommen." BAK-Präsident Mehmet Ali Han konnte dem Los durchaus Positives abgewinnen: "Wir müssen uns konzentrieren und versuchen, gegen 1860 München zu gewinnen. Wir haben nichts zu verlieren."

Umzug nach Köpenick?

Wo das Heimspiel gegen die Münchner Löwen stattfinden wird, ist noch nicht entschieden. "Das werden wir kalkulieren müssen. Es ist abhängig auch vom Spieltag. Möglich sind der Jahn-Sportpark, das Poststadion oder eventuell die Alte Försterei in Köpenick. Wenn es möglich ist, wollen wir im Poststadion bleiben", sagte Han. In Moabit gibt es kein Flutlicht. Der DFB müsste nun schnellstmöglich einer Austragung am frühen Nachmittag zustimmen.

Glücksfee Sophia Thomalla hatte nicht nur im Fall BAK kein glückliches Händchen für Außenseiter. Wenig deutet nach der Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde durch die Schauspielerin darauf hin, dass sich das massenhafte Favoritensterben der Auftaktrunde mit sechs gescheiterten Bundesligisten am 30. und 31. Oktober wiederholen wird. Allein achtmal kommt es zu Duellen zwischen Liga eins und Liga zwei, doch nur Dortmund und Freiburg müssen beim VfR Aalen bzw. Eintracht Braunschweig auswärts antreten. Zu Drittligisten reisen Leverkusen (Bielefeld) und Augsburg (Preußen Münster). "Das sind diesmal schon komische Paarungen", sagte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic.

Zufriedenheit bei Fortuna Düsseldorf, nicht nur wegen des Bundesliga-Starts. Das Nachbarschafts-Duell mit Gladbach dürfte nicht nur zum lukrativen Fernsehspiel geadelt werden, anders als in der Liga am Sonnabend gilt im Pokal der Teilausschluss der Fans mit maximal 30.000 zugelassenen Zuschauern in der Heim-Arena nicht. Somit darf mit einem ausverkauften Haus gerechnet werden. Fortuna-Vorstand Jäger: "Da hat es jemand oben im Himmel sehr gut mit uns gemeint."

Quelle: BMO
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