22.07.12

Pferdesport

Favorit Meandre gewinnt Großen Preis von Berlin

Mit dem erwarteten Erfolg 18:10-Favoriten endete auf der Galopprennbahn Hoppegarten der mit 175.000 Euro dotierte Große Preis von Berlin.

Foto: DPA
Großer Preis von Berlin in Berlin-Hoppegarten
Klare Sache: Favorit Meandre war in Hoppegarten nicht zu stoppen

Runde 200 Meter fehlten Andrasch Starke zum erfolgreichsten Wochenende seiner Karriere als Jockey. Bis dahin hatte der 38-Jährige beim 122. Großen Preis von Berlin mit dem vierjährigen Hengst das Feld angeführt, aus der Startbox die Initiative übernommen und das Tempo bestimmt. Doch am Ende triumphierte am Sonntag der 18:10-Favorit Meandre mit dem erst 23 Jahre alten Ausnahmetalent Maxim Guyon im Sattel.

"Er war einfach nicht zu halten. Meandre ist momentan in einer unglaublichen Form", sagte Starke der von den insgesamt 175.000 Euro Preisgeld immerhin noch 40.000 für Besitzer Andreas Wöhler einheimsen konnte. Peanuts im Vergleich zu den 720.000 die er etwa 24 Stunden zuvor bei den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot mit der Stute Danedream gewonnen hatte. "Das reine Preisgeld sagt nicht alles. Der Große Preis von Berlin ist als Gruppe-I-Rennen in der höchsten Kategorie angesiedelt. Ganz klar, ich hatte insgeheim ein bisschen auf einen zweiten Erfolg gehofft", gestand Starke, der dann aber die Überlegenheit des Duos Meandre/Guyon anerkennen musste.

Vor knapp 11.000 Zuschauern hatte Guyon sein Pferd auf der 2400-m-Distanz zunächst "versteckt". Erst im Schlussbogen zeigte er Angriffslust, die am Ende belohnt wurde. "Ich bin das erste Mal hier. Die Bahn gefällt mir sehr gut", zeigte sich der Franzose bescheiden. Rang drei ging an Außenseiter Baschar unter Alex Pietsch sowie Ovambo Queen, der einzigen Stute im Feld, geritten vom Niederländer Adrie de Vries. Meandre gehört Baron Edouard de Rothschild und wird vom 19maligen Championtrainer Andre Fabre (68) in Chantilly bei Paris vorbereitet.

Sensationeller Erfolg von Danedream

Thema Nummer eins auf dem sonnenüberfluteten Hoppegartener Gelände war dennoch der sensationelle Erfolg von Danedream. Sie hatte 2011 den Großen Preis von Berlin gewonnen und danach den Prix de l'Arc de Triomphe 2011. Mittlerweile hat die vierjährige Stute 3,6 Millionen Euro eingaloppiert. "Danedream hat in London alles gezeigt, was überhaupt möglich ist. Das war definitiv der größte Moment in meinem Leben", erklärte Starke nach dem ersten Sieg einer Stute in dem britischen Traditionsrennen seit 1983.

Ins Jahr 2012 war Danedream mit einem Sieg in Baden-Baden gestartet, war dann in Paris (Prix de Saint Cloud) in einem weiteren Grand-Prix-Rennen jedoch nur Letzte gewonnen. Trotz dieser kleinen Enttäuschung hatte Trainer Schiergen (47) einem Start in England – statt der Titelverteidigung in Hoppegarten – den Vorzug gegeben. "Wir haben bis zum Montag gezögert, aber sie hat im Training so überzeugt, dass wir uns für Ascot entschieden haben", strahlte Schiergen, der im Preis von Berlin mit Silvaner (6.) vertreten war.

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