Pferdesport
Ein Außenseiter gewinnt zum Auftakt in Hoppegarten
Für eine Überraschung hat der fünfjährige Hengst Siegmund am Ostersonntag beim Saisonauftakt auf der Galopprennbahn Hoppegarten gesorgt. Der 121:10-Außenseiter gewann mit Jockey Josef Bojko im Sattel den mit 6000 Euro dotierten Hoppegartener Osterpreis.
Von Matthias Brzezinski
Immer wieder das gleiche Bild. Der kleine Mann mit dem blonden Kurzhaarschnitt flitzt durch den Raum, setzt sich, einen dünnen Ledersattel auf dem Schoß auf einen Stuhl, und schaut ungeduldig zu seinem gesetzt wirkenden Gegenüber. Ein Lächeln des Herren mit der Goldrandbrille, und Filip Minarek darf in Richtung Führring verschwinden. Gleich acht Mal unterzog sich der 34-jährige Champions-Jockey beim Saisonauftakt in Hoppegarten der im Galoppsport obligatorischen Wiegeprozedur. Am Ende des ersten von neun Renntagen der Saison 2008 standen für ihn vier Siege zu Buche.
"Ich starte gern in Hoppegarten, und wenn der Auftakt so gut verläuft wie gehabt, dann freue ich mich natürlich darüber", ließ Minarik wissen, schnappte seine Utensilien und eilte davon.
Rund 8500 Zuschauer, darunter Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die auch eine Siegerehrung vornahm, hatte das traumhafte Wetter auf die Bahn gelockt, und für einige glückliche Zocker gab es neben Ostereiern auch noch eine nette Quote im mit 6000 Euro dotierten Hoppegartener Osterpreis. Der Sieg des fünfjährigen Hengstes Siegmund unter Jockey Josef Bojko wurde mit 121 für zehn Euro Einsatz belohnt. Der Außenseiter setzte sich gegen Abrafax mit Nina Wagner vor der lange führenden Miss Anita unter Pavel Hlavaty und Ruby Express mit René Piechulek durch.
"Der erste Renntag einer Saison gibt ja so ein wenig die Richtung vor. Ich denke, wir können zufrieden sein. Die Zuschauer sind sicher auch auf ihre Kosten gekommen. So dass sich die Arbeit der letzten Monate ganz langsam auszahlt", zog Hoppegarten-Besitzer Gerhard Schöningh noch während der Veranstaltung eine zufriedene Bilanz. Wobei es dem 47-Jährigen auf die Mischung ankommt. Sowohl Logenplätze als auch die Angebote auf den anderen Tribünen sowie entlang der Zielgeraden waren deutlich stärker nachgefragt als noch vor einem Jahr. Ein gutes Drittel mehr als zum Saisonstart 2008 schätzte Geschäftsführer Andreas Neue.
"Unabhängig davon bleibt es unsere Hauptaufgabe, das riesige Potenzial von fast fünf Millionen Menschen in unserem Einzugsgebiet noch besser zu nutzen", sieht sich Gerhard Schöningh immer noch am Anfang seiner Zielsetzung.
Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung sind gut dotierte Rennen. Aus diesem Grund steigt 2009 das Gesamtpreisgeld der Rennen von 420.000 auf 600.000 Euro. Höhepunkte sind der mit 65.000 Euro dotierte Diana-Preis am Pfingstsonntag (31. Mai) und der mit 50.000 Euro ausgestattete Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober.
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