Eiskunstlauf
Deutsches Paar steht vor der WM-Titelverteidigung
Donnerstag, 26. März 2009 17:20Das Projekt Titelverteidigung läuft gut an: Die dreimaligen Europameister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy stehen nach dem Kurzprogramm bei der Eiskunstlauf- Weltmeisterschaft in Los Angeles auf Platz eins. Damit ist das deutsche Paar auf dem besten Wege, Geschichte zu schreiben.
Jubel in der Tränenecke, Begeisterung auf den Rängen: Nach dem besten
Kurzprogramm der Saison herzte sogar Ingo Steuer seine Paarläufer Aljona
Sawtschenko und Robin Szolkowy. Am Ende entließ er die Titelverteidiger bei
den Weltmeisterschaften in Los Angeles bestens gelaunt mit einem soliden
Vorsprung auf die Konkurrenz in die kalifornische Nacht: „Ich bin so stolz,
ich weiß gar nicht, ob ich schlafen kann.“
Mit 72,30 Punkten distanzierten die Europameister mit persönlichem Rekord sowohl Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow aus Russland (68,94) als auch die Chinesen Zhang Dan und Zhang Hao (67, 42). Eine komfortable Situation, die den beiden Sachsen vor der Kür-Entscheidung in der Nacht zum Donnerstag einen ruhigen Schlaf versprach. Szolkowy: „Unser Vorsprung ist nicht riesengroß, aber wir werden schön schlummern.“
Während sein Top-Paar längst in den Federn lag, analysierte der in Los Angeles
vielbeschäftigte Steuer noch das Kurzprogramm von Stanislaw Morosow und
Tatjana Wolososchar aus der Ukraine sowie das der Schweizer Anais Morand und
Antoine Dorsaz. Auch mit diesen Paaren, Sechste und Zwölfte des
Zwischenklassements und damit auf Olympiakurs für 2010 in Vancouver, durfte
der Ex-Weltmeister zufrieden sein.
Schließlich garantieren ihm gute Leistungen dieser beiden Duos eine
Olympia-Akkreditierung, sollte es damit in Deutschland wegen seiner
Stasi-Vergangenheit wie schon 2006 im Vorfeld von Turin Schwierigkeiten
gegeben. Der ukrainische Verband hat bereits signalisiert, Steuer in sein
olympisches Betreuerteam aufnehmen zu wollen.
„Wir wollten unter die Top 20, damit wir hier auch unsere Kür präsentieren dürfen, das ist uns gelungen“, sagte Hausch, deren Partner wegen einer Bänderverletzung derzeit nur Doppelsprünge zeigen kann und im April operiert werden muss. Für den olympischen Winter sind somit auf jeden Fall zwei Programme mit höherem Schwierigkeitsgrad geplant.
Auch die Eistänzer Carolina und Daniel Hermann sind bezüglich ihres Minimalziels, der Qualifikation für das Kürfinale am Freitag, auf einem guten Weg. Das Geschwisterpaar aus Dortmund geht nach dem Pflichttanz von Rang 20 aus in den Originaltanz am Donnerstag. „Wir wollen noch ein bisschen weiter nach vorne, aber wir wissen, dass das sehr schwer ist“, erklärte Carolina Hermann.dpa/fas
Erschienen am 25.03.2009


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