19.03.2011, 23:39

Boxen Vitali Klitschko bleibt mit Blitz-K.o. Weltmeister

Vitali Klitschko bleibt Box-Weltmeister im Schwergewicht. Er besiegte in Köln den Exil-Kubaner Odlanier Solis mit einem technischen K.o. in der ersten Runde.

Profibox-Weltmeister Vitali Klitschko hat seinen WBC-Titel im Schwergewicht durch einen Blitz-K.o. erfolgreich verteidigt. Der 39 Jahre alte Champion aus der Ukraine besiegte in Köln den Weltranglistenersten Odlanier Solis aus Kuba bereits in der ersten Runde und feierte damit seinen 42. Sieg im 44. Profikampf. Solis, der nach 17 Siegen die erste Niederlage seiner Profikarriere hinnehmen musste, wurde nach dem extrem kurzen Kampf von den 19.000 Zuschauern ausgepfiffen.

Vor 19.000 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena sorgte der 15 Zentimeter größere Klitschko mit einer Rechten an der Schläfe des Olympiasiegers Sekunden vor Schluss der ersten Runde für die frühzeitige Entscheidung. Solis knickte beim Fallen weg und verdrehte sich noch das rechte Knie.

Klitschko hatte seinen Herausforderer vor dem Kampf als den stärksten Rivalen seit seiner Niederlage gegen den Briten Lennox Lewis vor acht Jahren bezeichnet, zugleich aber einen K.o. versprochen. Solis war der zweite bei Manager Ahmet Öner unter Vertrag stehende Kubaner, der gegen den Ukrainer den Kürzeren zog. Zwei Jahre zuvor war der frühere Cruisergewichtsweltmeister Juan Carlos Gomez an Klitschko gescheitert.

Dem 30-jährigen Solis nutzte auch die akribische Vorbereitung im spanischen Höhentrainingslager nichts. Mit 112 Kilogramm hatte er das zweitniedrigste Kampfgewicht seiner vierjährigen Profikarriere erreicht. Zwischenzeitlich wog er 136 Kilogramm.

Vitali Klitschko verteidigte sein Championat damit zum sechsten Mal erfolgreich und lieferte seinem Bruder Wladimir Klitschko eine Steilvorlage für dessen nächsten Kampf. Der Doppelweltmeister trifft wahrscheinlich Anfang Juli auf den Dritten David Haye, der zur Zeit den Weltmeistertitel der WBA hält.

Bei einem Sieg von IBF-WBO-Titelträger Wladimir Klitschko hätten die beiden Ukrainer die Gürtel aller vier großen Weltverbände inne.

(SID/dpa/cl)
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