Leichtahletik
Haile Gebrselassie droht, WM in Berlin abzusagen
Ein schwerer Schlag für die Leichtathletik-WM in Berlin: Dem Großereignis vom 15. bis 23. August droht der Verlust ihres Gesichtes Haile Gebrselassie. Der Weltrekord-Halter möchte stattdessen lieber beim Marathon im September antreten. Doch dazu haben ihn die Veranstalter bislang noch gar nicht eingeladen.
Lauf-Idol Haile Gebrselassie, der gerade im Mittelpunkt einer bundesweiten Plakataktion steht, kündigte nach seinem Sieg beim Dubai-Marathon einen möglichen Verzicht auf die WM an. "Ich glaube nicht, dass ich bei der WM in Berlin an den Start gehe", habe der Äthiopier in Radiointerviews in den USA und Großbritannien erklärt. Das berichtete der Tagesspiegel.
Stattdessen liebäugelt Gebrselassie mit einem erneuten Angriff auf seinen eigenen Marathon-Weltrekord von 2:03:59 Stunden, den er im September 2008 in der deutschen Hauptstadt aufgestellt hatte: "Bei Weltmeisterschaften bin ich schon oft gestartet. Deswegen denke ich nicht mehr an sie, werde aber trotzdem nach Berlin zurückkehren: zum Berlin-Marathon", sagte der viermalige 10.000-Meter-Weltmeister und zweimalige 10.000-Meter-Olympiasieger, der bereits dreimal in Folge auf der schnellen Strecke in Berlin startete. Das Rennen 2009 findet am 20. September statt. Bei der WM wird ohne Tempomacher auf einem 10-Kilometer-Rundkurs mit Start und Ziel am Brandenburger Tor gelaufen.
Olympiasieger Samuel Wanjiru aus Kenia kündigte jüngst ebenfalls seinen Start beim Berlin-Marathon an. "Mein Ziel ist es, dort im September 2009 den Weltrekord zu brechen", sagte er in afrikanischen Medien. Ein Duell mit Gebrselassie scheint möglich. "Mir geht es um die Zeit. Vielleicht kann ich nicht unter 2:03 Stunden laufen, aber ich weiß, dass ich den Weltrekord zumindest noch auf 2:03:20 bis 2:03:30 verbessern kann", sagte "Geb", der in diesem Jahr bereits 36 Jahre alt wird.
Die Macher des Berlin-Marathons wurden von den Äußerungen überrascht. "Ich habe bisher nicht mal ein Angebot unterbreitet, von daher kann ich dazu nicht viel sagen. Es sind nur die Überlegungen der Athleten", sagte Renndirektor Mark Milde.
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