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3. Liga

1. FC Union stolpert gegen Bayern München

Im letzten Spiel vor der Winterpause hat sich Union nicht gegen Bayern München II durchsetzten können. Im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion trennten sich die beiden Mannschaften torlos und nehmen jeweils einen Punkt mit nach Hause.

Die Fans hatten einen einfachen Weihnachtsgruß an die Mannschaft des 1. FC Union parat. „2008: Ein gutes Jahr! Danke, Jungs!!“, stand auf einem Transparent geschrieben. Daran änderte auch am Sonnabend das 0:0 im letzten Spiel des Jahres gegen Bayern München II nichts. Union geht als Tabellenzweiter hinter dem SC Paderborn (0:0 gegen Fortuna Düsseldorf) in die Winterpause. „Wir können mit dem Jahr absolut zufrieden sein, da bleibt kein Makel“, bilanzierte Trainer Uwe Neuhaus: „Wir lassen uns auch durch das Remis die Weihnachtsfeier nicht vermiesen, dafür gibt es keinen Grund.“

Zur Halbzeit flimmerten Bilder von feiernden Fans über die Videoleinwand, Szenen von den Modernisierungsarbeiten am Stadion an der Alten Försterei, begleitet von dem Song „United we stand“, gemeinsam stehen wir zusammen. Eine Botschaft, die den Zustand des 1.FC Union wenige Tage vor Weihnachten kaum besser beschreiben könnte. Ein Zustand, der abseits des Rasens, beim treuen Anhang der Köpenicker, schon immer gegolten hat. Und der beim kickenden Personal mehr denn je gilt.

Das mussten am Sonnabend auch die kleinen Bayern erfahren. Von der ersten Sekunde hellwach, aggressiv und damit oft erfolgreich in den Zweikämpfen, läuferisch überzeugend – Attribute, die den Union-Jahrgang 2008/09 ausmachen. Und die ihn neben Zweitliga-Absteiger Paderborn zum ersten Anwärter auf einen der beiden Aufstiegsplätze gemacht haben. Und ging ein Ball verloren, wurde sofort nachgesetzt. Jeder der 5700 Fans, der sich gestern ins ungeliebte Stadion aufgemacht hatte, sollte erkennen: Das Ziel Zweite Liga, das der Verein Anfang November auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung offiziell ausgegeben hatte, ist nicht aus der Luft gegriffen.

„Union hat gezeigt, dass sie nicht umsonst da oben stehen“, lobte selbst Hermann Gerland, Coach der kleinen Bayern. Es schien, als wollte die Mannschaft jetzt, da sich die Rückkehr in die Alte Försterei wegen der Verzögerung bei der Montage der Dachkonstruktion ein weiteres Mal auf frühestens Anfang März 2009 verschoben hat, erst recht den Nimbus im Ausweichstadion Jahn-Sportpark wahren. Union war als beste „Heimmannschaft“ in die erste Partie der Rückrunde gegangen. Ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft gewachsen ist. Jenes Team, das auf der Zielgeraden der vergangenen Saison gerade in den Heimspielen den möglichen Aufstieg noch verspielt hatte.

Auch gegen den technisch versierteren Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters übernahmen die Unioner mehr und mehr das Kommando. Nach rund einer halben Stunde wurden die Gerland-Schützlinge regelrecht am eigenen Strafraum eingeschnürt. Den Auftakt hatten der Lattenkopfball von Macchambes Younga-Mouhani und der folgende Pfosten-Kracher von Michael Bemben mit anschließendem Abseits-Tor von Younga-Mouhani gemacht (27.). Später scheiterte Karim Benyamina an Bayern-Torwart Max Grün (37.). Vier Minuten danach köpft der Stürmer einen Schuss von Torsten Mattuschka ins Tor (41.) – wieder Abseits.

Nach dem Wechsel klärt Grün einen Volleyschuss von Nico Patschinski (71.), der zwei Minuten vor Schluss selbst vom rechten Eck des Fünfmeterraums nicht trifft. „Heute sind wir für unseren Aufwand nicht belohnt worden“, sagte Sportdirektor Christian Beeck. Neuhaus fügte hinzu: „Diesmal hat uns vorn das Quäntchen Glück gefehlt.“ Das hatten die Berliner dafür bei den guten Bayern-Chancen durch Thomas Müller (75./90.).

Am Ende blieb ein Punkt, mit dem „wir zufrieden sein können“, so Verteidiger Christian Stuff. Der Abstand zum ersten Nichtaufstiegsplatz beträgt weiter sechs Punkte. Ein Polster, das dafür sorgt, dass „wir weiter angenehm arbeiten können“, sagte Beeck. Da mit Daniel Schulz – der Kapitän spielte erneut vor der Abwehr – und Stürmer Shergo Biran zwei „Problemkinder“ ihre Verletzungen überwunden haben, spricht auch viel für eine erfolgreiche Vorbereitung (ab 3. Januar) auf den Rest der Rückrunde. Und ein noch besseres Jahr 2009.

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