Basketball
Alba ist so gut wie raus aus dem Eurocup
Alba hat auch das dritte Spiel in der Top-16-Runde des Eurocups verloren. Die Berliner unterlagen in Vilnius dem litauischen Vizechampion Lietuvos Rytas mit 75:86 (38:40). Damit hat Alba nur noch theoretische Chancen.
Lange konzentriert und diszipliniert gespielt, doch am Ende wieder verloren: Für das Basketballteam von Alba Berlin dürfte das Thema Eurocup so gut wie durch sein. Das 75:86 (38:40) bei Lietuvos Rytas Vilnius war die dritte Niederlage im dritten Zwischenrundenspiel. "Solange noch die theoretische Chance besteht, werden wir alles dransetzen, es noch zu schaffen", sagte Sportdirektor Mithat Demirel zwar, aber: "Es ist nicht einfacher geworden." Im letzten Viertel, das Alba mit 12:27 verlor, fehlte die Kraft.
Bei Alba hatte man sich besonders Gedanken gemacht, wie der litauische Center Jonas Valanciunas gestoppt werden könnte. Der 19-Jährige, 2,10 Meter groß, gilt als der kommende Mann. Im vergangenen Sommer wurde er beim Auswahlverfahren (Draft) der NBA schon an fünfter Stelle von den Toronto Raptors an Land gezogen. Doch der junge Mann hat sich entschieden, noch ein Jahr in Vilnius zu spielen. Er war allerdings in den ersten 20 Minuten nicht das Problem der Berliner. Ihm gelangen lediglich vier Punkte, und er griff sich drei Rebounds, am Ende waren es aber doch 12/9.
Diese Rebounds: Bei vom Korb zurückprallenden Bällen waren die Berliner heillos unterlegen. 19:38 lautete die Bilanz nach 40 Minuten, Vilnius bekam immer wieder zweite Chancen durch Offensiv-Rebounds. Es machte sich stark bemerkbar, dass Alba auf seine beiden verletzten Center Torin Francis und Yassin Idbihi verzichten musste. Wieder kämpfte Derrick Allen (16 Punkte) an ihrer Stelle unter den Körben.
Da die Berliner sich allerdings nur wenige Ballverluste (6) leisteten, blieben sie lange im Spiel. Alba wurde auch nicht nervös, als der Rückstand bis auf sieben Zähler angewachsen war (23:30/15. Minute). Spielmacher Heiko Schaffartzik (12) stellte mit einem erfolgreichen Dreier das Halbzeitresultat (38:40) vor 6850 Zuschauern in der "Siemens Arena" her.
Lange fand Alba die richtigen Mittel. Es wurde gut verteidigt, Vilnius zu Ballverlusten (16) gezwungen, und es saßen viele Distanzwürfe; ob von Kyle Weaver (10), DaShaun Wood (14) oder Sven Schultze (8), dem das 63:59 (30.) gelang.
Wood sorgte zu Beginn des vierten Viertels für das 65:60. Doch dann kam der Bruch, auch eine Auszeit von Cheftrainer Gordon Herbert half nichts. Die Litauer, vorher etwas zurückhaltend, drehten jetzt erst richtig auf. Sie profitierten von ihrer tiefen Bank, während bei Alba Kraft und Konzentration nachließen. Nach einer 0:10-Serie 65:70 (34.), kurz darauf sogar 67:76. "Fehler in der Defensive wurden gnadenlos von Vilnius bestraft", meinte Demirel. Es gelang nicht, Alexander Rasic (16) zu stoppen. Der Serbe, einst auch für einige Monate bei Alba unter Vertrag, traf immer wieder aus der Distanz für die Litauer. Bei Alba war die Luft raus.
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