Basketball
Neue Werbekampagne soll Alba noch bekannter machen
Leidenschaft, Begeisterung, Einsatz- und Opferbereitschaft – dies Eckpunkte soll die gerade gestartete Werbekampagne von Alba Berlin vermitteln und den Klub noch bekannter machen. Ganz wichtig sind dabei die Zuschauer.
Von Sebastian Arlt
Bryce Taylor schreit seine Freude heraus, so wie es der Basketballprofi von Alba Berlin nach einem spektakulären Dunking immer tut. Im Hintergrund sind jubelnde Fans zu erkennen – und in großen blauen Lettern ist ein Motto zu sehen: Mit Leib und Seele für Berlin .
"Als Sportklub wollen wir Leidenschaft zum Ausdruck bringen", sagt Alba-Geschäftsführer Marco Baldi zu der gerade gestarteten Werbekampagne des Berliner Basketball-Bundesligisten. Leidenschaft, Begeisterung, Einsatz- und Opferbereitschaft, alles geben auf dem Spielfeld – das Motiv mit Taylor und der entsprechende Slogan, Baldi nennt es "knackiges Leitmotto", sollen eben diese Tugenden rüberbringen.
Zuschauer als Fundament
Dass Zuschauer auf dem Motiv mit eingebunden sind, soll auch deren Wichtigkeit unterstreichen. "Über 20 Jahre lang werden wir von unseren Fans schon unterstützt, sie sind das Fundament, auf dem der Klub gebaut ist", sagt Justus Strauven, Leiter Kommunikation und Medien bei Alba. Und dann Berlin: "Berlin prägt uns und ist ein zentraler Teil unserer Identität", erklärt Strauven. Verbundenheit mit und Verwurzelung in der Stadt sollen noch deutlicher ausgedrückt werden. Baldi sieht beim Thema Verwurzelung eine "logische Fortsetzung", schließlich habe sich der Klub gerade durch sein großes Jugend- und Nachwuchsprogramm in der Stadt tief verankert.
Natürlich macht man Werbung, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Noch mehr Menschen sollen angesprochen werden, noch mehr aufmerksam werden auf Alba, auf die Mannschaft, auf die Spiele in der O2 World. Auf vielen Kanälen werden das neue Motto und das Werbemotiv eingesetzt. Anzeigen zu Spielankündigungen in Tageszeitungen oder Präsenz im Berliner U-Bahn-Fernsehen gehören ebenso dazu wie Werbung über die klubeigenen Kommunikationswege wie Website, den Social-Media-Plattformen, der Spieltagszeitung, Flyer, Postkarten oder Ankündigungsplakate. Sukzessive wird das Motiv auch auf den Entsorgungsfahrzeugen des Recycling-Unternehmens und Namensponsors Alba Group angebracht. Sie lösen ältere Motive ab, auf denen noch vereinzelt Ex-Albaprofis wie Steffen Hamann und Julius Jenkins zu sehen sind.
Roadshow mit Autogrammstunde
Zudem ist die "Alba Roadshow" unterwegs. Sie tourt durch ECE-Shopping-Center in Berlin und Brandenburg. Momentane Station ist bis zum Sonnabend das Allee-Center in der Landsberger Allee. Exponate aus der erfolgreichen Klubvergangenheit gibt es zu sehen, Besucher können sich neben Figuren der Alba-Spieler in Lebensgröße fotografieren lassen. In einem eigens eingerichteten kleinen Kino können Höhepunkte der Alba-Geschichte in bewegten Bildern angeschaut werden. Es gibt Mitmachbereiche, ein Merchandising-Stand bietet die aktuelle Fankollektion. Profis kommen für eine Autogrammstunde vorbei, so Torin Francis und Marko Simonovic am Donnerstag um 15 Uhr.
"Hier können die Fans ganz anders eintauchen", sagt Baldi, "es findet ein Austausch statt." Er sieht als Ziel: "Wir wollen zugänglich sein, es soll möglichst wenig Barrieren geben." Alba hautnah also. "Sicherlich werden viele kommen, die wir nicht mehr überzeugen müssen, weil sie eh Fans sind", erklärt Strauven. Aber natürlich werden damit auch neue Leute angesprochen, deren Neugier geweckt werden soll. Die insgesamt achtwöchige Tour garantiert bis zu drei Millionen Kontakte.
Steigende Zuschauerzahlen
Es gibt noch genug potenzielles Publikum in und um die Hauptstadt, auch wenn die Konkurrenz mit Klubs wie Hertha BSC, Union, Eisbären, Füchsen oder BR Volleys groß ist. Doch Alba zieht: Kontinuierlich konnten in den vergangenen Jahren die Zuschauerzahlen gesteigert werden. In Europa ist man dabei die Nummer eins. Über 10.143 (Saison 2009/2010) und 10.451 (2010/2011) liegt der Schnitt nach neun Heimspielen momentan bei 11.260 Fans. Und das, obwohl es sportlich bisher eher durchwachsen gelaufen ist.
"Für die Fans ist es besonders wichtig zu sehen, dass die Mannschaft auf dem Feld alles gibt", sagt Baldi. Dies und die teilweise attraktive Spielweise des Teams sorgen wohl für die Steigerung. "Im vergangenen Jahr wurde viel schneller gepfiffen, wenn mal was daneben ging", spricht Spielmacher Heiko Schaffartzik einen Mentalitätswechsel beim Publikum an.
Doch alle wissen, dass letztlich der Erfolg das Wichtigste ist. Wieder zur Nummer eins in Deutschland zu werden, ist die Aufgabe der Mannschaft. Manchmal kann es aber auch ein Coup sein, Platz zwei zu belegen. Hier steht Alba 2011 deutschlandweit bei den aktiven Mitgliedern (555), im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 35 Prozent. Der USC Freiburg liegt mit 595 Spielern vorn. Noch.
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