Alba Berlin
Bryce Taylor sieht sich nicht als Notnagel
Samstag, 4. September 2010 10:38 - Von Sebastian ArltNeuverpflichtung Bryce Taylor wird beim Testspiel gegen Bundesliga-Konkurrent Mitteldeutscher BC sein Debüt im Trikot von Alba Berlin geben. Allerdings gilt sein Vertrag erst einmal nur für zwei Monate.

Optimal ist die Situation nicht. Daraus macht Luka Pavicevic, der Cheftrainer von Alba Berlin, keinen Hehl. Sechs Wochen Zeit zur Vorbereitung hat er insgesamt nur, bevor das Berliner Basketballteam bereits am 21. September topfit sein muss. Denn dann steht in der ersten Qualifikationsrunde zur Europaliga die Auftaktpartie bei Chorale Roanne auf dem Programm. Und dass Alba die Chance, über die Hintertür doch noch in die oberste Liga in Europa zu kommen, unbedingt wahrnehmen will, versteht sich von selbst. Doch: „Eigentlich sollten es mindestens acht Wochen Vorbereitungszeit sein“, sagt Pavicevic.
Aber Klagen kommt nicht infrage. „Wir arbeiten hart dafür, schon früh gut zu spielen“, sagt der Trainer. Teil eins der Vorbereitung, das zweiwöchige Trainingslager in Kranjska Gora (Slowenien), ist vorbei, in dieser Woche wurde im neuen schmucken Trainingszentrum in der Schützenstraße geübt. Und an diesem Samstagabend haben Fans aus Berlin und dem Umland nun erstmals Gelegenheit, sich das Team 2010/2011 anzuschauen. Alba trifft dabei in der Oranienburger „MBS Arena“ (Beginn 18 Uhr) auf den Bundesliga-Konkurrenten Mitteldeutscher BC.
Mit dabei sein wird dann bei Alba auch Bryce Taylor, der letzte Zugang der Berliner. Der Flügelspieler trainierte am Mittwochabend zum ersten Mal mit der Mannschaft. „Natürlich ist noch alles neu, aber ich werde mich schnell zurechtfinden“, sagt der 23-Jährige, der just am 21. September seinen 24. Geburtstag feiert. Dieses Datum steht in engem Zusammenhang mit seiner Verpflichtung. „Da Lucca Staiger erst wenige Tage vor dem Beginn der Europaliga-Qualifikation von der Nationalmannschaft zurückkommen wird, mussten wir uns auf dieser Position verstärken“, hatte Pavicevic bei der Verpflichtung des US-Amerikaners vor zehn Tagen erklärt.
Nun kommt Staiger nach dem frühen Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM in der Türkei zwar doch schon früher zurück (er wird am Sonnabend beim Team sein, aber wohl noch nicht zum Einsatz kommen), aber Alba war eben frühzeitig auf Nummer sicher gegangen und hatte die letzte Lücke im Kader noch während der Saisonvorbereitung gefüllt.
Nach dem College (University of Oregon) kam er im Sommer 2008 nach Europa und spielte ein Jahr lang in der ersten italienischen Liga bei Premiata Montegranaro, wo er im Schnitt auf 13,0 Punkte kam. In der vergangenen Spielzeit stand er bei den Telekom Baskets Bonn unter Vertrag, erzielte dort im Schnitt in der Bundesliga 12,5 Punkte, im Eurocup waren es durchschnittlich sogar 18,5 Zähler. Im Sommer dieses Jahres hing er – wie so viele junge Basketballprofis in den USA – wieder einmal dem Traum nach, doch noch den Sprung in die NBA zu schaffen. „Klar, das habe ich schon noch im Kopf“, gibt er zu. Er spielte zwar in der Summerleague für die Indiana Pacers, aber aus einem Engagement in der besten Liga der Welt wurde nichts.
Nun also Alba. „Ich will mich täglich verbessern“, hat er sich vorgenommen, wissend, dass er mit einer Größe von 1,95 Meter auf seiner Position nicht gerade zu den Hochgewachsenen zählt. Wobei er Basketball in den Genen hat, schließlich spielte sein Vater Brian Taylor einige Jahre in der NBA. Für die Kansas City Kings, die Denver Nuggets und die San Diego Clippers erzielte er zwischen 1976 und 1982 insgesamt 7868 Punkte.


Versicherungen
Gesundheitstests
Hotelsuche
Abo
Stadtplan
epaper
Archivsuche
Zeitung Heute
RSS
Newsticker
Video
TV-Programm
Events
Kino
Wetter
Gehaltsrechner
Börse
Branchenbuch
Kredit und Zinsen
Europa
Krankenkassen
Hilfe
Handelsregister
Leserbrief
Kontakt
Mobilportal
iPhone-/iPad-Apps
Heizölvergleich