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Basketball

Alba wehrt sich gegen Hamanns Vorwürfe

Auf Unverständnis sind bei Alba Berlin die Äußerungen von Steffen Hamann im Interview mit Morgenpost Online gestoßen. Darin hatte er sich "menschlich enttäuscht" gezeigt.

Steffen Hamann
Foto: DDP
Das Trikot von Alba Berlin wird Steffen Hamann nicht mehr tragen

Spielmacher Steffen Hamann und der Basketball-Bundesligist hatten vor einer Woche den Dreijahresvertrag nach nur zwei Jahren aufgelöst, jetzt zeigte sich der 29-jährige Hamann „menschlich enttäuscht von Trainer Luka Pacvicevic“. Auch enttäuscht sei er darüber, „wie der Verein mit deutschen Spielern umgeht“.

Sätze, die Alba-Geschäftsführer Marco Baldi sichtlich geärgert haben. „Ich will jetzt nicht rausgehen und schmutzige Wäsche waschen, aber einige Dinge kann ich nicht unkommentiert stehen lassen“, sagt Baldi und will dem Eindruck entgegen treten, die Trennung von Hamann sei eine einsame Entscheidung des Cheftrainers gewesen: „Der komplette Trainerstab und alle, die bei der sportlichen Ausrichtung etwas zu sagen haben, haben diese Entscheidung gemeinsam mit absoluter Klarheit gefällt.“

Der Geschäftsführer verweist darauf, dass von mangelndem Vertrauen in Hamann überhaupt keine Rede sein könne. „Wohl kaum ein Spieler vor ihm hat so viel Vertrauen und Unterstützung vom Klub bekommen wie Steffen.“ Als Belege dafür nennt Baldi einen „gut dotierten Dreijahresvertrag“ und auch die Tatsache, dass der Spielmacher „im ersten Jahr immer in der Starting five gestanden hat, auch wenn seine Leistung das nicht immer gerechtfertigt hat“. Er vermisse bei den Aussagen des Nationalspielers („Diese Situation tut mir sehr weh“) vor allem eines: „Es hapert an einer gewissen realistischen Selbsteinschätzung.“ Das sei aber auch eine Anforderung, die man als Klub an einen Profi habe, dem man eben so viel Vertrauen und Unterstützung gegeben habe. Hamann jedoch habe die Verantwortung für die unbefriedigende Situation, „überall gesucht, nur nicht bei sich selbst“.

Auch den von Hamann angedeuteten Zusammenhang zwischen der Entscheidung der sportlichen Leitung und der Teilnahme des Spielers an der Weltmeisterschaft in gut zwei Wochen in der Türkei verneint Baldi vehement: „Keinem Spieler wird gesagt: Fahr' nicht zur Weltmeisterschaft.“ Er spricht aber auch von der „Erwartungshaltung des Klubs, dass man dem Vertrauen entsprechend genügend zurückbekommt“.

Mit Blick auf Coach Luka Pavicevic stellt Baldi fest: „Kein Trainer wird verhindern, dass ein erfolgreiches Team entsteht, nur weil er eine andere Überzeugung hat.“seb

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