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Playoff-Viertelfinale

Jetzt muss Alba um jeden Preis gewinnen

Alba hat das schnelle Aus in den Basketball-Playoffs gerade noch vermieden. Nach zwei Niederlagen gewannen die Berliner nach Verlängerung gegen die Skyliners Frankfurt. Doch an der Ausgangslage hat sich nicht viel geändert. Denn in der erzwungenen Partie geht es nun um alles oder nichts.

Es droht zwar am Mittwoch im vierten Viertelfinale bei den Skyliners in Frankfurt (19.05 Uhr, live im Morgenpost-Ticker) immer noch das Aus, aber – so hofft man zumindest bei Alba – die Vorzeichen haben sich nach dem ersten Sieg der Berliner Basketballer verändert. Nicht so sehr, weil es mathematisch auf der Hand liegt, nachdem Alba in der „Best of five“-Serie auf 1:2 verkürzte, sondern weil Alba Spiel drei mit 87:76 nach Verlängerung gewann, obwohl Frankfurt mindestens genauso stark war wie in den beiden Spielen zuvor.

Schon in den ersten Partien hatten die Skyliners unter extremem Zeitdruck „die wichtigen und zum Teil auch unglaublichsten Würfe getroffen“ (Alba-Geschäftsführer Marco Baldi), und genau das war auch wieder im dritten Duell geschehen. In 5,3 Sekunden war Aubrey Reese über das Feld gestürmt und hatte zeitgleich mit der Schlusssirene mit einem Alle-Hundert-Jahre-Dreier die Verlängerung erzwungen. Julius Jenkins war beim Versuch, Reese per Foul zu stoppen, ausgerutscht, Dragan Dojcin hatte falsch reagiert.

Das große Glück des Tüchtigen bei Frankfurt, Pech und ein individueller Fehler bei Alba – eine Kombination, bei der die Berliner in der Serie bislang ins Grübeln gekommen und dann in der Folge gescheitert waren. Nicht so in Spiel drei: Alba legte, mit dem frühen Aus vor Augen, endlich noch mal zu, gewann die Verlängerung mit 16:5. „Da hat die Mannschaft genau die Widerstandskraft gezeigt, die in solchen Situationen nötig ist, in einem Moment, als sie mit dem Hintern richtig auf dem Boden saß“, stellt Baldi erleichtert fest. „Sie hat mehr Initiative gezeigt, ohne alles durcheinander zu bringen.“

Dass sie dann auch noch anfing zu zaubern und Derrick Byars einen Pass von Jenkins direkt krachend durch die Reuse stopfte, lässt Baldi hoffen, „dass diese Verlängerung dazu einen Beitrag leistet und einige da Ballast abgeworfen haben. Vom ganzen Grübeln, das die Mannschaft hat fest werden lassen, war erst in der Verlängerung nichts mehr zu sehen.“ Was bezüglich des Spieles morgen, das Alba gewinnen muss, um ein entscheidendes fünftes Spiel in der O* World zu erzwingen, Mut macht. Mehr aber auch nicht. „Wir haben eine sehr schwierige Aufgabe gelöst“, sagt Coach Luka Pavicevic, „jetzt aber liegt eine ungleich schwerere Aufgabe noch vor uns.“ Alba steht mit dem Rücken zur Wand.



Erschienen am 17.05.2010

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