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16.05.10

Basketball

Höchstes Risiko für Alba Berlin

Alba Berlin liegt in der "Best of five"-Serie des Viertelfinales um die Deutsche Basketball-Meisterschaft gegen die Frankfurt Skyliners 0:2 zurück. Und am heutigen Sonntag kommt es zur Entscheidung: Mit einer Niederlage ist Alba raus aus der Meisterschaft. Morgenpost Online berichtet live vom Spiel.

© Bongarts/Getty Images/Getty
Alba Berlin v Artland Dragons - Beko BBL

Noch eine Niederlage ( 17 Uhr, O2 World - hier geht's zum Live-Ticker ) und die Saison, die noch vor vier Wochen mit dem Erreichen des Final Four des Eurocups alle Chancen hatte, eine sehr erfolgreiche, wenn nicht sogar historische zu werden, wäre mit einer Riesenenttäuschung zu Ende. Die beiden ersten Duelle, das 71:76 zu Hause und erst recht das 63:76 auswärts, haben gezeigt, dass das Team von Luka Pavicevic zur Unzeit ein Formtief durchschreitet. Nach dem 20-Spiele-Marathon von Istanbul bis nach Jerusalem und von Le Mans bis Mariupol scheinen die Akkus im Play-off leer und Julius Jenkins, der heute als wertvollster Spieler der Liga (MVP) geehrt wird, nach seiner Gehirnerschütterung noch längst nicht wieder in Form.

"Sicherlich hat uns die lange Reise durch Europa nicht die Chance gelassen, noch einmal die Grundzüge unseres Spiels aufzufrischen und sogar neue Möglichkeiten zu erarbeiten", räumt Albas Coach ein, beendet dieses Thema dann aber. "Das ist eine Analyse, für die nach der Saison noch Zeit genug ist und die dann, hoffentlich nicht zu schnell, auch nötig sein wird. Jetzt aber ist die Saison noch nicht vorbei. Wir stehen davor, eliminiert zu werden, aber noch sind wir es nicht. Jetzt geht es einzig und allein darum, was zu tun ist, um am Leben zu bleiben."

Für die Suche nach den Mitteln zum ersten Sieg in der Serie gegen die Skyliners braucht Pavicevic nicht eine Sekunde. "Wir werden den Weg nicht verlassen, den wir die ganze Saison gegangen sind", sagt der Coach. "Allerdings mit einer noch größeren Entschlossenheit und geistig schneller. Wir sind nur einen Klick weit von unserem Rhythmus entfernt."

Finden Pavicevics Männer heute diesen Klick, ist die Hoffnung, mit einem Sieg in die Serie zurückzukommen, sicherlich mehr als nur ein Pfeifen im Wald. Immerhin haben sie in dieser Saison schon Teams wie Joventut Badalona, Galatasaray Istanbul oder Hapoel Jerusalem geschlagen. Frankfurt spielte in dieser Saison in keinem europäischen Wettbewerb und beendete die Hauptrunde der BBL als Siebter, Alba hingegen auf Platz zwei.

"Wir wären nach der Auswärtsniederlage im Soll, wenn wir den Auftakt zu Hause nicht verloren hätten. Das hätte nicht passieren dürfen und hat uns jetzt in diese Lage gebracht, dafür gesorgt, dass das Momentum jetzt auf Seiten unseres Gegners ist", erklärt Pavicevic weiter. Und das sei nicht nur dem fehlenden Klick bei seinem Team geschuldet, sondern auch der Qualität der Skyliners. "Sie haben uns bislang, einfach gesagt, den Ball weggenommen, ihre Angriffe sehr lange ausgespielt und dann im letzten Moment hochprozentig getroffen. Das müssen wir stoppen und selbst genauso entschlossen sein, wenn sich das Spiel zur einen oder anderen Seite neigen kann."

Ob sein Team durch die Suspendierung Golemacs oder den Schiedsrichter-Streit Albas mit der Liga verunsichert worden sein könnte, lässt Albas Trainer offen ("Wir fanden es angemessen, auf bestimmte Situationen zu reagieren"). Dass er seine Leistungsträger nach der langen Saison nicht öfter durch Spieler von der Bank, wie Philip Zwiener, Lucca Staiger und nach dem Golemac-Rauswurf auch wieder Cemal Nalga entlastet, erklärt er so: "Überall auf der Welt spielen Teams wie ich mit einer Neun-Mann-Rotation, fünf Guards und vier Centern. Ich glaube an alle zwölf meiner Spieler, und jeder ist wichtig. Aber die Rollen müssen verteilt werden und die, die mehr Verantwortung tragen auch die Chance bekommen, in ihren Rhythmus zu kommen."

Was bislang gegen Frankfurt noch nicht gelang. Es muss "Klick" machen, sonst ist die Saison vorbei. Morgenpost Online berichtet live - das Spiel können Sie in unserem Live-Ticker miterleben .

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