Basketball
Alba geht als Zweiter in die Play-offs
Die Berliner Basketball-Profis von Alba haben ihr letztes Vorrundenspiel gegen EnBW Ludwigsburg mit 74:67 gewonnen. Damit ist das Ziel erreicht: Alba startet als Zweiter in die Play-offs der Basketball-Bundesliga. Am kommenden Sonntag müssen sich die Berliner dann gegen Pokalfinalist Frankfurt beweisen.
Von Sebastian Arlt
Am Ende gab es dann doch noch viel Applaus von den 11.222 Zuschauern in der O2 World für das Basketballteam von Alba Berlin. Nach dem 74:67 (38:40) gegen EnBW Ludwigsburg hatten die Berliner ihr Ziel erreicht. Sie gehen als Zweiter ins Play-off, treffen vom 9. Mai an im Viertelfinale nun auf die Frankfurt Skyliners. "Das ist mit dem neuen Trainer Gordon Herbert ein sehr gefährlicher Gegner", meinte Steffen Hamann. Die richtige Bilanz für das Spiel gegen Ludwigsburg zog indes Jurica Golemac: "Wir sind zufrieden mit dem Sieg, aber nicht mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben."
Für die Ludwigsburger ging es um nichts mehr, da sie das Play-off nicht mehr erreichen konnten. Doch das Team von Tolga Öngören ließ sich nicht hängen. Was man so gern als "frei aufspielen" bezeichnet, zeigten die Schwaben. Sie agierten sehr diszipliniert und ließen sich auch nicht dadurch aus der Ruhe bringen, dass Alba nach neun Minuten 22:15 führte.
Umjubelter Mann bei Alba war in der Anfangsphase Derrick Byars. Der US-Amerikaner, der noch drei Tage zuvor gegen Bremerhaven bei sieben Dreier-Versuchen sieben Fahrkarten geschossen hatte, hatte nach sechs Minuten eine hervorragende Bilanz: drei Dreier, drei Treffer, am Ende 14 Punkte. Aber mit der Zeit schlichen sich bei den Berlinern immer mehr Flüchtigkeitsfehler ein. Nach elf Minuten hieß es 22:24, die erste Führung der Gäste.
Die Atmosphäre in der Halle wurde hitziger. Viele der Zuschauer pfiffen und buhten. Denn es war schon abenteuerlich, was das Schiedsrichter-Gespann um Boris Schmidt manchmal pfiff. Wobei Julius Jenkins nach einem nicht geahndeten, klaren Foul gegen ihn genau das Falsche tat: Er meckerte und bekam ein Technisches Foul. Was die Stimmung noch mehr anheizte.
Und die Berliner taten sich weiter sehr schwer. Oft fehlten in der Offensive die zündenden Ideen. Wenige Sekunden vor der Halbzeitpause lag Berlin mit fünf Zählern in Rückstand (35:40). Ein Dreier mit der Sirene von Immanuel McElroy zum 38:40 gab der durchwachsenen Halbzeit noch ein gutes Ende.
Es ging für Berlin positiv weiter. Wieder ein Dreier von Byars gab das Zeichen. Bis auf 54:45 setzte sich Alba ab. Aber viereinhalb Minuten später und nach einem Technischen Foul gegen Steffen Hamann (die Schiedsrichter wollten eine Schauspieleinlage von ihm gesehen haben) war der Vorsprung auf 55:53 geschrumpft. Alba konnte sich nicht absetzen. Auch aus einem 60:53 wurde wieder ein 60:58.
An Einsatz und Einstellung mangelte es bei Alba nicht, aber es fehlte im Verlauf der Partie phasenweise die Frische. Dennoch bissen sich die Berliner durch: 22 Sekunden vor Schluss machte ein Dreier von McElroy (12 Punkte) zum 74:65 dann alles klar.
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