Basketball-Bundesliga
Platz zwei heißt Albas neues Ziel
Nach den unzähligen Reisen quer durch die Lande in den vergangenen Wochen und Monaten bleibt das Team von Luka Pavicevic jetzt zweieinhalb Wochen in Berlin. Zu Hause wollen Albas Basketballer mit Siegen gegen Bremerhaven und Ludwigsburg in das Play-off ziehen.
Von Theo Breiding
Nach der 74:81-Niederlage am Sonntag in Göttingen ist nur eines wirklich sicher: Der Mannschaftsbus von Albas Basketballern kann jetzt erst mal in der hintersten Ecke geparkt werden. Nach den unzähligen Reisen quer durch die Lande in den vergangenen Wochen und Monaten bleibt das Team von Luka Pavicevic jetzt zweieinhalb Wochen in Berlin. Am Mittwoch ist Bremerhaven in der O2 World zu Gast (20 Uhr), am Sonnabend Ludwigsburg (19.55 Uhr), dann bleibt eine Woche zur Vorbereitung auf das Play-off. In das Viertelfinale startet das Team von Luka Pavicevic am 9. Mai ebenfalls mit einem Heimspiel, denn Alba ist nach Ende der Hauptrunde zumindest Vierter.
"Es ist seit September erst das dritte Mal, dass wir länger als ein paar Tage in Berlin sind", sagt Coach Pavicevic, dessen Team aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs mit Tabellenführer Oldenburg keine Chance mehr hat, als Erster in das Play-off zu ziehen. Für Albas Trainer zählt wie immer nur der Blick nach vorn, denn es wäre "nicht akzeptabel, nach der bislang guten Saison vom vierten Platz in das Play-off zu starten. Wir haben zweiundzwanzig Spiele in Europa bestritten, beide Eurocup-Gruppen als Erster abgeschlossen und standen im Finale. Jetzt wollen wir uns mit Siegen gegen Bremerhaven und Ludwigsburg in der Bundesliga die bestmögliche Ausgangsposition für die entscheidende Phase der Saison erkämpfen."
Der Niederlage in Göttingen, dem Ende aller Hoffnungen, die Tabellenführung noch mal zurückzuerobern, trauert Pavicevic nicht mehr nach, obwohl sein Team in den letzten fünf Minuten noch einen Acht-Punkte-Vorsprung verspielte. "Wir haben trotzdem ein gutes Spiel gezeigt, nur am Ende zwei drei Defenses nicht konsequent zu Ende gespielt und zwei freie Würfe nicht getroffen. Göttingen blieb auch im Spiel, als wir die totale Kontrolle hatten. Eine Qualität, die man respektieren muss."
Gewinnt sein Team die letzten beiden Heimspiele, geht es mit einer Bilanz von 25 Siegen und neun Niederlagen in das Play-off. Fünf dieser Niederlagen, beim Mitteldeutschen BC, in Braunschweig, zu Hause gegen Bamberg und Frankfurt und jetzt in Göttingen, kassierte Alba in den vergangenen acht Wochen. Dass seinen Spielern im Bundesliga-Schlussspurt ein wenig die Kräfte fehlten, weil sie diese mit großem Erfolg und von großen Verletzungssorgen geplagt in Europa investierten, will Pavicevic nicht ausschließen. "Wir sind trotzdem nur um eine Niederlage schlechter als die Konkurrenz und haben noch zwei schwere Spiele vor uns", sagt Albas Coach. "Bremerhaven ist nach uns das beste Auswärtsteam der Liga, und Ludwigsburg hat gerade Frankfurt geschlagen. Diesen beiden Aufgaben gilt jetzt unsere volle Konzentration."
Danach endlich bleibt dann eine Woche lang Zeit, vor der ersten Play-off-Runde – ob gegen Braunschweig, Bremerhaven, Frankfurt und Quakenbrück, ist noch nicht entscheiden – "eine gute Balance aus Regeneration" zu finden. "Mit dem Play-off beginnt eine völlig neue Saison", weiß Pavicevic. "Jetzt zwei Wochen lang nicht mehr auf Reisen gehen zu müssen, wird uns sicherlich gut tun."
Alba schließt die Hauptrunde erstmals seit sechs Jahren nicht als Primus der Liga ab. Ein Manko, das sich möglicherweise verschmerzen lässt, denn nur 2008 gelang es den Berlinern, das Heimrecht im Play-off auch in den Gewinn der Meisterschaft umzumünzen. Vor zwei Jahren gewann Alba die Finalserie gegen Bonn mit 3:1, landete den entscheidenden Sieg auswärts – an Pavicevics 40. Geburtstag und auch noch nach Verlängerung.
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