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Basketball

Alba sichert mit Kraftakt Sieg in Düsseldorf

Spitzenreiter Alba Berlin hat drei Tage nach dem Einzug ins Final-Four-Turnier des Eurocups in der Basketball-Bundesliga eine Blamage nur knapp verhindert. Bei den abstiegsbedrohten Düsseldorf Giants gewann das Team von Trainer Luka Pavicevic durch eine Leistungssteigerung in der Schlussphase 79:73.

Alba-Neuzugang aus den USA: Forward Derrick Byars
Foto: picture-alliance/City-Press
Bester Werfer aufseiten der Berliner war Derrick Byars mit 18 Punkten

Am Ende riss sich das Basketballteam von Alba Berlin doch noch einmal zusammen, aktivierte die letzten Kraftreserven – und kam zum 79:73 (42:42)-Erfolg bei den Giants Düsseldorf. Es war ein schwer erkämpfter Sieg in der Bundesliga, drei Tage nach dem großen Triumph gegen Jerusalem und dem Erreichen des Final Four im Eurocup.

Maximal elf Punkte betrug der Rückstand von Alba gegen die abstiegsgefährdeten Giants. Die Partie vor 3148 Zuschauern schien schon verloren, bis Alba im letzten Viertel aufdrehte. „Man hat die Last des Spiels vom Mittwoch gespürt, was Kraft und Konzentration betrifft“, erklärte Albas Sportdirektor Henning Harnisch. Dabei waren sich alle bewusst gewesen, was im Bundesliga-Alltag auf sie zukommen würde. „Es wird schwer, sich jetzt wieder auf die Liga zu konzentrieren“, schwante Spielmacher Rashad Wright. „Wir müssen aufpassen.“

Aber Worte sind das eine, auf dem Feld sah es dann doch anders aus. Eine Zahl sagt einiges aus: Zur Halbzeit stand es 42:42. Die Berliner hatten also 42 Punkte kassiert, gegen Jerusalem am Mittwoch waren es im ganzen Spiel lediglich 59 gewesen. Die Defensivarbeit in Düsseldorf war lange Zeit nicht mit der gegen Hapoel zu vergleichen. Ein weiterer Beleg für die Unkonzentriertheit: Nach 20 Minuten hatte Alba neun Ballverluste stehen, gegen Jerusalem waren es nach 40 Minuten lediglich fünf gewesen.

Alba war ganz gut gestartet. Nach einem 0:4-Rückstand hatten Dreier von Immanuel McElroy (12 Punkte), Dragan Dojcin und Wright (17) ihren Anteil daran, dass Alba nach sieben Minuten mit 20:12 vorn lag. Doch Sicherheit und Stabilität gab das Acht-Punkte-Polster gegen die Giants nicht.

Eine 3:12-Serie brachte das 21:24 (11. Minute). Dann kam die Zeit von Derrick Byars, der einen Fünf-Punkte-Vorsprung herauswarf (36:31/17.), bis zur Pause schon zehn Punkte erzielt hatte und am Ende mit 18 Punkte erneut Albas bester Werfer war.

Nach dem Wechsel ging bei den Berlinern erst einmal gar nichts. Düsseldorf, auch bei Rebounds konsequenter, drehte auf. Alba gelangen in fünfeinhalb Minuten nur zwei Punkte, der Rückstand betrug auf einmal elf Zähler (44:55/26.). Doch dann eine 10:2-Serie, bis auf 54:57 (30.) war Alba dran.

In den letzten zehn Minuten wirkte das Berliner Team dann wie verwandelt. Steffen Hamann (mit sechs Punkten in Serie) und Byars machten aus einem 58:61 ein 68:61. Und da jetzt auch Freiwürfe von Wright und Adam Chubb (12) saßen, hieß der Sieger am Ende doch Alba. „Das Positive ist, dass wir einen Weg gefunden haben, doch noch zurückzukommen“, meinte Harnisch.BMO

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