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Europacup

Alba unterliegt im "Hexenkessel" - und kann hoffen

Alba hat verloren - aber sehr gut gekämpft. In Jerusalem lagen die Berliner zeitweise 20 Punkte zurück. Am Ende stand es aber nur 61:67. Die Berliner haben damit noch Chancen auf das Erreichen der "Eurocup Finals". Vor mehr als 11.000 Zuschauern kommt es in Berlin zum Endspiel.

Albas Traum vom Final Four des Eurocups im spanischen Vitoria am 17 und 18. April lebt. Berlins Basketballteam verlor am Mittwoch das Hinspiel im Viertelfinale bei Hapoel Jerusalem 61:67. Nach einer schwachen ersten Halbzeit (18:30) führte ein überragender Topscorer Derrick Byars (17 Punkte) seine Mannschaft zurück ins Spiel. Alba muss jetzt am kommenden Mittwoch das Rückspiel in der O2 World mit sieben Punkten Differenz gewinnen. Eine anspruchsvolle, aber lösbare Aufgabe.

„Wir haben zwar verloren, aber es ist uns gelungen, für das Rückspiel eine machbare Situation zu schaffen“, sagte Sportdirektor Henning Harnisch. „Das war eines der intensivsten Spiele, denen ich beiwohnen durfte – Hexenkessel pur, die 2500 Zuschauer hörten sich wie 10.000 an.“

Worum es in diesem Spiel gehen würde, war mit nur einem Blick auf die Statistik klar. Hapoel war mit einem Durchschnitt von 84,5 Punkten pro Spiel das korbgefährlichste Team der Zwischenrunde, Alba ließ aber nur 68,2 Punkte zu. Dies wissend, lagen die Berliner trotzdem nach drei Minuten schon 2:9 zurück. Erst dann gelang es, das Tempo besser zu kontrollieren. Rashad Wright, der nach seiner Augen-Operation wieder in der Startaufstellung stand, Immanuel McElroy und Julius Jenkins verkürzten auf 9:13 (7.). Wie hart umkämpft die Partie war, zeigt dass nach dem 11:16 keines der beiden Teams in den folgenden sieben (!) Minuten punktete. Alba tat sich schwer, weil Julius Jenkins nicht seinen besten Tag erwischte – er traf nur zwei seiner acht Würfe aus dem Feld, machte acht Punkte bei fünf Ballverlusten – und die Würfe der anderen aus Nahdistanz reihenweise daneben gingen. Die Trefferquote lag in der ersten Halbzeit bei schwachen 27 Prozent (Hapoel: 58) Bei Hapoel war vor allem Topscorer Brandon Hunter (23 Punkte) nicht zu stoppen – 18:30 zur Halbzeit.

Nach der Pause bekamen die Berliner die späte Rache von Dijon Thompson, der vor zwei Jahren von Coach Luka Pavicevic geschasst worden war, zu spüren. Zwei schnelle Dreier von ihm, dann traf wieder Hunter – 21:41 (24.), es drohte ein Debakel. Nun endlich bäumte sich Alba, von Byars angeführt, auf. Er und Steffen Hamann, der Ende des dritten Viertels in nur zwei Minuten sechs Punkte machte, brachten ihr Team wieder ins Spiel – 41:49 (30.).

Hapoel vergrößerte den Abstand durch Kevinn Pinkney noch einmal auf zwölf Punkte (47:59/36.). Wieder war es Albas Byars, der mit fünf Punkten in Folge antwortete. Blagota Sekulic, mit 14 Punkten Albas zweitbester Werfer und zwei Freiwürfe von Jenkins sorgten dafür, dass Alba mit realitischen Chancen in das Rückspiel am kommenden Mittwoch geht, für das schon über 11.000 Tickets verkauft sind.

„Wir sind ruhig geblieben, ohne passiv zu werden“, sagt Harnisch. „Jetzt haben wir in Berlin unser Endspiel.“

dpa/sh

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