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Basketball

Alba verpasst Playoffs-Qualifikation

Alba Berlin hat die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs der Basketball-Bundesliga verpasst. Der Spitzenreiter unterlag in der Berliner O2 World dem Tabellenfünften Skyliners Frankfurt mit 70:76 (29:37). Ein Grund für die Pleite: Die Berliner verfielen in alte Fehler.

Die Enttäuschung war groß. Nach der Schlusssirene mussten sich die unsicheren Schiedsrichter noch gellende Pfiffe der Fans von Alba Berlin anhören, Cheftrainer Luka Pavicevic war völlig aufgebracht, Geschäftsführer Marco Baldi versuchte zu schlichten. Doch alle Aufregung nutzte nichts. Das Berliner Basketballteam verlor gegen die Frankfurt Skyliners 70:76 (29:37), behielt zwar die Tabellenführung in der Bundesliga. Doch die Generalprobe für das Eurocup-Viertelfinalspiel am Mittwoch in Jerusalem ging voll daneben. Bester Berliner Werfer war Julius Jenkins mit 19 Punkten.

Warnungen hatte es vorher jede Menge gegeben. „Das wird ein ganz gefährliches Spiel für uns“, hatte Trainer Luka Pavicevic erklärt. Baldi hatte volle Konzentration angemahnt, „sonst wird es sehr problematisch“. Im ersten Viertel überwog bei den Berlinern noch das Positive, auch wenn sie eine Sechs-Punkte-Führung (14:8/7. Minute) nicht halten konnten und es nach zehn Minuten 18:18 stand.

Doch im zweiten Abschnitt lief dann fast nichts mehr zusammen. Abspielfehler und Missverständnisse wechselten mit schlechten Würfen. Es schien, als wären die Alba-Profis in dieser Phase nicht so recht bei der Sache. Auch zwei Auszeiten von Pavicevic innerhalb von 90 Sekunden nutzten nichts.

Die Gäste legten eine 11:0-Serie hin, Alba lag nach einer Viertelstunde 21:29 zurück. Es kam noch schlimmer, bis auf elf Zähler Differenz (26:37/19.) wuchs der Rückstand. Beim 29:37 zur Halbzeit hatte Pavicevic allen Grund, in der Kabine klare Worte zu sprechen.

Und die Mannschaft kam etwas stärker zurück. Sehr engagiert wurden innerhalb von vier Minuten vier Dreier von Immanuel McElroy (2), Jenkins und Dragan Dojcin verwandelt, Derrick Byars erzielte per Freiwurf das 44:44 (25.). Aber Alba verfiel vor 10276 Zuschauern erneut in die alten Fehler. Frankfurt nutzte das, schnell stand es wieder 48:55, nach 30 Minuten 51:55.

Doch was man Alba (das aus der Distanz zwölf Treffer bei 35 Versuchen verzeichnete) nicht absprechen konnte: Kampf und Einsatzwille stimmten jetzt. Jenkins drehte auf, Blagota Sekulic legte nach – Alba ging 59:57 (33.) in Führung. Auch nach einem 60:67 und einem umstrittenen unsportlichen Foul gegen Dojcin ließ sich Alba nicht entmutigen, kam auf 67:70 (37.) und 27 Sekunden vor Ende sogar auf 70:72 heran. Aber am Ende reichte es für die Berliner, die das Spiel nie unter Kontrolle bekamen, doch nicht.

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