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Basketball

Alba Berlin verliert Topspiel gegen Bamberg

Alba Berlin hat das Topspiel der Basketball-Bundesliga gegen die Baskets Bamberg verloren. Der achtmalige Meister unterlag am Samstag dem Erzrivalen aus Franken mit 64:79 (35:40).

Die ganz in Rot gekleideten Fans der Brose Baskets Bamberg feierten wie nach einer Meisterschaft, die Berliner Anhänger schauten nach der Schlusssirene nur fassungslos aufs Feld. Denn das Basketballteam von Alba Berlin hatte am Sonnabend mit 64:79 (35:40) eine ganz schmerzliche Niederlage einstecken müssen. Bereits vor 17 Tagen hatte Bamberg die Berliner aus dem Pokal geworfen. „Die Mannschaft hat hart gearbeitet, aber bei einer solch schlechten Wurfquote war es fast ein Wunder, dass wir so lange dran geblieben sind“, sagte Berlins Sportdirektor Henning Harnisch. Ein Beispiel: Nur zwei von 20 Dreier-Versuchen fielen in den Bamberger Korb.

Damit fahren die müde wirkenden Berliner nun mit angeknackstem Selbstvertrauen zum entscheidenden Eurocupspiel am Dienstag bei Joventut Badalona (die Spanier unterlagen gestern 79:104 gegen Vitoria). Es sieht nicht gut aus – von den vergangenen vier Spielen verlor Alba drei, bleibt aber dennoch Spitzenreiter der Bundesliga.

Als „unsere Lieblingsfreunde“ bezeichnet Albas Geschäftsführer Marco Baldi die Bamberger gern. Geschichtlich gewachsen ist die große Rivalität zwischen den beiden Mannschaften. Und auch das 62. Aufeinandertreffen der beiden Teams zeigte, warum das so ist. Keiner gab vor 11.749 Zuschauern in der O2 World seinem Gegenspieler auch nur einen Zentimeter Platz. Ein Schieben, Knuffen, Ringen um jeden Ball. Kaum ein Spiel in dieser Saison dürften die beiden Mannschaften bisher mit einer solchen Intensität geführt haben wie das am Sonnabend.

Wobei Alba mehr beeindruckt wirkte als die Bamberger. 8:15 hieß es aus Berliner Sicht nach sieben Minuten. Alba behagten die Attacken der Bamberger gar nicht. Es gab kaum ein Durchkommen für Blagota Sekulic (11 Punkte), Julius Jenkins (15) und die anderen Berliner. Wenn geworfen wurde, zielten sie schlecht. Und das nicht nur aus der Distanz. Bis zur Pause fanden lediglich 15 von 24 Freiwürfen (am Ende 30/42) ihr Ziel. Bamberg hingegen nach zehn Minuten: zehn Versuche, zehn Treffer.

Die verworfenen Freiwürfe fehlten Alba, auch wenn das Team nach 16 Minuten mit 29:25 in Führung ging. Man profitierte dabei von einem technischen Foul gegen Bambergs Trainer Chris Fleming. Auch die Trainer arbeiteten intensiv an der Seitenlinie. Doch bis zum Wechsel setzten sich die Gäste wieder ab, der ehemalige Alba-Profi Casey Jacobsen sorgte für den Halbzeitstand.

Es ist leicht zu erraten, was Alba-Coach Luka Pavicevic in der Pause gefordert haben dürfte: Alba musste noch aggressiver und konsequenter spielen.

Was nicht gelang. Der Rückstand wuchs bis auf elf Punkte an (47:58/29. Minute). Die Emotionen kochten hoch. Es gab ein technisches Foul gegen Steffen Hamann und ein unsportliches Foul gegen den Bamberger John Goldsberry, die aneinandergeraten waren. Alba kämpfte zwar verbissen, aber immer wieder trafen die Dreier nicht ins Ziel. Nur zwei Treffer bei 15 Versuchen nach 30 Minuten.

Spätestens als es nach 35 Minuten 57:70 stand, merkte man der Körpersprache der Berliner an, dass sie nicht mehr an die Wende glaubten. Die Bamberger hingegen demütigten Alba immer wieder mit erfolgreichen Dreiern. Und dann begann die Bamberger Party mit „Humba-humba-tätärä“-Gesängen.



Erschienen am 06.03.2010

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