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22.02.10

Basketball

Alba Berlin muss die Nerven behalten

Die Berliner Basketballprofis müssen am Dienstag im Eurocup gegen Saloniki ran. Kleine Filmchen im Internet lassen erahnen, welche Atmosphäre in der Halle herrschen wird - eine Stimmung zwischen fröhlich und feindlich. Doch der große Sieg gegen Bonn hat Alba viel Selbstvertrauen gegeben.

Gut, dass es YouTube gibt. Da konnten sich die Basketballprofis von Alba Berlin auf das einstimmen, was sie am Dienstagabend im "Alexandreum" von Saloniki erwartet. Kleine Filmchen im Internet lassen erahnen, welche Atmosphäre in der Halle herrschen wird, wenn Alba im Eurocup bei Aris antritt. Gesänge, bengalische Feuer, Papierschnipsel-Regen – eine Stimmung zwischen fröhlich und feindlich.

"Wir werden viel Energie und Emotionen aufbringen und um jeden Ball kämpfen müssen", schwant Albas Cheftrainer Luka Pavicevic. Er sieht die Griechen in derselben Situation wie sein Team vor zwei Wochen. "Wir hatten damals die Chance, einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale zu machen, jetzt hat Aris seinerseits die Chance."

Saloniki steht nach dem 65:61 in Berlin bei einem Sieg und zwei Niederlagen, Albas Bilanz ist umgekehrt. Die Berliner können sich ausrechnen, dass man wohl nur mit zwei Siegen aus den drei noch ausstehenden Begegnungen bei Aris, daheim gegen Le Mans und in Badalona sicher weiterkommt.

Pavicevic kennt die Stimmung in Saloniki, als Spieler trat er dort oft an, später als Trainer von Panionios Athen ebenfalls. Und es gibt auch Spieler im Berliner Team, die den Anschauungsunterricht per Internet gar nicht benötigen: Blagota Sekulic und Dragan Dojcin. Während Dojcin (unter Pavicevic) bei Panionios aktiv war, trug Center Blagota Sekulic in der Saison 2008/2009 selbst sogar einige Monate lang das Aris-Trikot. "Die Fans dort sind unglaublich", sagt er. Für Dojcin steht fest: "Dort ist die heißeste Atmosphäre, in der ich jemals gespielt habe." Da müsse man vor allem die Nerven behalten.

Die Berliner wollen "mit breiter Brust" in Saloniki antreten, wie es Spielmacher Steffen Hamann ausdrückt. Der große Sieg gegen Bonn am vergangenen Samstag habe viel Selbstvertrauen gegeben. Und auch die Daumenverletzung seines Kollegen Rashad Wright hat sich als nicht schlimm herausgestellt.

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