Basketball
Saloniki verdirbt Alba im Eurocup die Party
Mittwoch, 10. Februar 2010 18:15 - Von Sebastian ArltMit der 61:65-Pleite gegen die Griechen haben die Berliner in der O2 World die Chance vergeben, einen großen Schritt Richtung Eurocup-Viertelfinale zu machen. Alba fehlten vor allem erfolgreiche Würfe aus der Distanz. Was drei Tage zuvor in der Bundesliga gegen Tübingen noch sensationell gut geklappt hatte, schien nun wie weggeblasen.
Die Basketballprofis von Alba Berlin schlichen mit hängenden Köpfen vom Feld. Auch der Applaus ihrer Fans konnte sie in der O2 World nicht aufmuntern. Die Berliner wussten, dass sie durch das 61:65 (31:35) gegen Aris Saloniki die Chance vergeben hatten, einen großen Schritt in Richtung Eurocup-Viertelfinale zu machen.
Während die Griechen mit einem Sieg bei zwei Niederlagen nun zumindest noch die Möglichkeit haben, weiterzukommen, steht Alba mit zwei Siegen und einer Niederlage zwar besser da. Aber Vorsicht: Von den beiden Auswärtspartien bei Aris und in Badalona sowie daheim gegen Le Mans muss Alba zwei gewinnen, um sicher unter die besten Acht zu kommen.
Jeden Zentimeter, jede gute Wurfposition, jeden Punkt mussten sich die Berliner schwer in dieser außerordentlich intensiv geführten Partie erkämpfen. Symbolisch dafür stand das Duell zwischen Julius Jenkins und seinem Aris-Gegenspieler Aaron Miles. Wie Klebstoff hing der US-Amerikaner in Diensten der Griechen an seinem Landsmann im Alba-Trikot. Jenkins kam nur auf drei Punkte. Die Taktik der Griechen, den besten Berliner völlig aus dem Spiel zu nehmen, ging auf. Und Miles selbst fand immer noch selbst Zeit zu punkten.
Mit einem 31:35-Rückstand gingen die Berliner nach 20 Minuten in die Kabine. Alba hatte mit 10:3 einen guten Start, aber es schlichen sich oft Ungenauigkeiten ein. Und es wurden eigentlich leichte Korbleger vergeben. So kamen die Griechen langsam auf – und Alba lag nach 15 Minuten 23:24 zurück.
Was den Berlinern sehr fehlte, waren erfolgreiche Würfe aus der Distanz. Was drei Tage zuvor in der Bundesliga gegen Tübingen noch fast sensationell gut geklappt hatte, schien am Dienstag wie weggeblasen. In Hälfte eins fanden nur drei von 13 Versuchen aus der Distanz den Weg in den Korb. Klar war: Eine Siegchance würde es für Alba nur geben, könnte man diese Quote deutlich verbessern – was nicht gelang.
Dabei schien ein Dreier von Immanuel McElroy zum 36:39 wie ein Weckruf zu sein. Alba war jetzt wacher, das Publikum wurde immer lauter, vor allem, als Blagota Sekulic (15 Punkte) zum 42:40 (28. Minute) traf. Doch Aris schlug zurück: 44:47 nach dem dritten Viertel.
Die Berliner kämpften verbissen, kamen zum 49:49. Aris fand immer richtige Antworten. Der Rückstand wuchs auf zehn Punkte (53:63/38. Minute). Das Spiel schien entschieden, aber die guten Sekulic und Rashad Wright (15) sowie McElroy (12) brachten Alba neun Sekunden vor Ende auf 61:63 heran. Die 9283 Zuschauer tobten. Doch Michalis Kakiouzis behielt mit zwei Freiwürfen fünf Sekunden vor Schluss die Nerven. Und die 200 griechischen Fans jubelten mit ihrer Mannschaft.
Erschienen am 09.02.2010


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