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Basketball

Warum Alba Berlin so erfolgreich ist

Die Berliner Albatrosse haben beste Chancen, beim Basketball-Eurocup ins Viertelfinale einzuziehen. Sichere Punkte holt sich Alba durch das Spielsystem "Pick & Roll". Die Konkurrenz ist frustriert - sie weiß kein Mittel gegen die vielfältigen Strategien von Luka Pavicevics Team.

Alba Berlin v Mitteldeutscher BC - Beko BBL
Foto: Bongarts/Getty Images
Blagota Sekulics Angriffe erstaunen seine Gegner

Sieben Siege in acht Spielen in einem europäischen Wettbewerb – einen vergleichbaren Siegeszug gab es in Albas Geschichte erst einmal: 1995, als die Berliner Basketball-Europa mit dem Gewinn des Korac-Cups überraschten. Jetzt hat sich das Team von Luka Pavicevic mit 68:63 in Le Mans und dem 72:68 gegen Joventut Badalona in der Zwischenrunde des Eurocups zumindest schon mal eine erstklassige Chance erarbeitet, ins Viertelfinale einzuziehen.

Beim französischen Tabellenführer war Julius Jenkins mit 26 Punkten nicht zu stoppen. Gegen Badalona war es jetzt Center Blagota Sekulic, der die Katalanen in den entscheidenden Augenblicken mit 19 Punkten auf Distanz hielt. „Ich bin frustriert, denn wir wussten, was uns erwartet und hatten uns gut vorbereitet“, gestand Joventuts Trainer Sito Alonso. „Aber wir fanden kein Mittel, das Zusammenspiel von Rashad Wright oder Immanuel McElroy mit Sekulic unterm Korb zu unterbinden.“

Das, was Alonso frustrierte, nennen Basketball-Fachleute „Pick & Roll“. Ein Ausgangssystem mit einem Kosmos an Variationen. Im Idealfall, wie gegen Joventut, stellt der Center (Sekulic) seinem ballführenden Kollegen (Wright oder McElroy) an der Dreipunkte-Linie einen Block (Pick). Bleibt der Gegenspieler von Wright oder McElroy am Block hängen, muss der gegnerische Center helfen. In diesem Moment sinkt Sekulic zum Korb ab (Roll) und ist frei. „Allzu viel Zeit ist dann nicht“, erklärt Sekulic. „Aber wir trainieren diese Spielzüge seit Saisonbeginn mit den unterschiedlichsten Optionen. Vieles ist automatisiert und wird in Sekundenbruchteilen abgerufen. Jeder von uns kann gut passen – ein weiterer wichtiger Faktor, dass wir gegen Badalona auch bei oft wechselnden Verteidigungen immer einen Weg gefunden haben.“

Sekulic, der seine 19 Punkte in nur 26 Minuten machte, bedankt sich aber nicht nur für die millimetergenauen Pässe, sondern auch bei Cemal Nalga, der seit gut einer Woche den verletzten Adam Chubb unter den Körben vertritt. „Dass Cemal bei unseren komplexen Systemen im Angriff noch Probleme hat, ist doch klar“ sagt Sekulic. „Aber er hat Joventut mit seiner physischen Präsenz enorme Probleme bereitet und mir damit Zeit gegeben, mich auf der Bank zu erholen.“

Alba ist nach dem zweiten Spieltag der Zwischenrunde Tabellenführer einer Gruppe, die, wie Coach Pavicevic immer wieder versichert, auf Euroleague-Niveau spielt. „Wir haben in einem exzellenten Spiel einen erstklassigen Gegner geschlagen“, sagt Pavicevic. „Aber unsere beiden Siege nehmen uns in die Pflicht, jetzt noch mehr zu geben, um von ihnen auch zu profitieren.“

Dass sein Team diese Saison in Europa zu Hause noch ungeschlagen ist, macht den Trainer hörbar stolz: „Alba zusammen mit unseren Fans in der O2 World ist derzeit eines der Topevents des europäischen Basketballs.“

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