Basketball
Alba Berlin besiegt im Eurocup Badalona
Alba Berlin ist auf Kurs ins Viertelfinale des Eurocups. Die Basketballer haben auch ihr zweites Spiel in der Zwischenrunde gewonnen. Alba dominierte die Partie gegen die Spanier vom Klub Joventut Badalona. Dennoch gab es ein Herzschlagfinale.
Von Theo Breiding
Albas Auftritt im Eurocup könnte in dieser Saison eine echte Erfolgsstory werden. Die Berliner Basketballer schlugen am Dienstag im zweiten Spiel der Zwischenrunde Joventut Badalona 72:68 (33:29) und machten damit bereits einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale, denn nach dem 68:63 vergangene Woche bei Le Mans Sarthe sind sie in der Gruppe I jetzt das einzige Team ohne Niederlage.
Kleines Malheur zu Beginn der Partie: Hallensprecher Tom Böttcher hatte nur Minuten vor dem Sprungball bei einem Sturz eine Platzwunde über der Augenbraue erlitten, sodass rbb-Reporter Guido Ringel den 9332 Zuschauern die beiden Teams vorstellen musste. Alba und auch Badalona hatten glücklicherweise unversehrt das Spielfeld erreicht, die Partie begann pünktlich.
Beim Stand von 2:2 war auch Böttcher, noch immer die Wunde tupfend, wieder an seinem Platz und musste als nächstes zwei Dreipunkte-Würfe der Gäste durch Luka Bogdanovic und Antonio Bueno ansagen. Für Alba hielten dann aber Blagota Sekulic und Rashad Wright dagegen, die Gastgeber führten erstmals nach fünf Minuten – 12:10. Alba-Coach Luka Pavicevic hatte von seinen Spielern vor der Partie gefordert, unbedingt die Distanzwürfe der Gäste zu unterbinden. Das gelang auch und gab im Angriff Selbstvertrauen. Alba zog auf 18:10 davon (8.), ging mit einer 21:15-Führung ins zweite Viertel.
Badalonas Defense wurde in der Folge aggressiver, zwang Alba zu Ballverlusten und schlechten Wurfoptionen. Die Gäste verkürzten durch den Ex-Oldenburger Kristaps Valters und Alain Koffi schnell auf 21:20 (12.). Gut, dass die Berliner die Gäste bei den Rebounds dominierten. Die Punkte zehn und elf von Wright (in der zweiten Hälfte kamen keine weiteren mehr hinzu) sowie zwei Last-Minute-Dreier von Julius Jenkins hielten die Gäste auf Distanz – 33:29 zur Halbzeit.
Vergangenen Freitag hatte Alba in Oldenburg nach der Pause einen 0:15-Lauf schlucken müssen, von dem es sich nicht mehr erholte. Gegen den Tabellensechsten der spanischen Liga lief es besser, viel besser sogar. Blagota Sekulic war unter dem gegnerischen Korb nicht zu stoppen, machte acht Punkte in Folge. Nach dem dritten Distanz-Treffer durch Jenkins führten die Berliner 46:39 (27.). Auch Cemal Nalga, erst vor gut einer Woche verpflichtet, hatte Anteil an Albas solidem dritten Viertel. Der türkische Center fand sich wesentlich besser zurecht als in seinen ersten beiden Spielen, gab Sekulic länger Zeit zur Regeneration auf der Bank. Als der Montenegriner wieder ins Spiel kam, knüpfte er genau dort an, wo er aufgehört hatte, traf nach fünf Punkten zuvor durch Immanuel McElroy zum 62:55 (34.).
Trotzdem siegte Alba erst nach einem Herzschlagfinale, denn die Gäste lagen eine Minute vor Schluss nur noch mit einem Zähler zurück (68:67). Aber Sekulic wollte sich nach seiner 19-Punkte-Gala den Sieg nicht mehr nehmen lassen, traf zum 70:67. McElroy machte mit einem Korbleger alles klar.
"Wir haben das Spiel kontrolliert", freute sich Rashad Wright. "Das war ein weiterer Schritt in die nächste Runde." Dem Alba am Dienstag einen weiteren folgen lassen kann. Da kommt Aris Saloniki in die O2 World. Die Griechen verloren gestern zuhause gegen Le Mans 71:72.
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