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Eurocup

Alba steht gleich zum Start unter Zugzwang

Eurocup statt Euroleague: Alba startet am Dienstag gegen Teramo ins internationale Geschäft. Die Berliner haben sich nicht für die Königsklasse qualifiziert, doch die Enttäuschung darüber spielt nun keine Rolle mehr. Alba gilt nun als ein Favorit und muss gleich zum Auftakt siegen.

In der Bundesliga haben die Alba-Profis die Dinge in den letzten Wochen aus ihrer Sicht zurecht gerückt. Nach wackeligem Start sind sie nach zuletzt fünf Siegen in Folge Tabellenführer. Ab Dienstag will das Team von Coach Luka Pavicevic nun nachweisen, dass Berlin auch in Europa eine gute Adresse ist. Nach dem Scheitern in der Qualifikation für die Euroleague gegen Maroussi Athen Anfang Oktober tritt Alba jetzt in der zweiten europäischen Liga, dem Eurocup an. Und empfängt am Dienstag (20 Uhr) zum Auftakt Banca Tercas Teramo in der Arena am Ostbahnhof, den derzeit 14. der italienischen Liga.

Die Enttäuschung nach dem verlorenen Duell gegen Maroussi war bei Alba riesengroß. Nach dem Erreichen der Top 16 Saison in der Königsklasse der vergangenen Saison steht Alba jetzt unter Druck, den Beweis im zweitklassigen Eurocup anzutreten, doch irgendwie ein europäischer Spitzenklub zu sein.

„In dieser Liga spielen vielleicht nicht viele Teams mit so klangvollen Namen wie in der Euroleague, aber alle können gut Basketball spielen“, sagt Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. „Ich will nicht tiefstapeln, aber auch da müssen wir uns erst beweisen. Das wird kein Selbstläufer, aber wir sind zurzeit gut drauf und wollen zu Hause einen guten Start hinlegen.“

Die Uleb jedenfalls, der Dachverband der Euroleague und des Eurocups, sieht Alba in einer exponierten Rolle. Die Berliner waren bei der Auslosung als Gruppenkopf gesetzt. Hinzugelost wurden der ukrainische Meister Azovmash Mariupol, bei dem Alba kommenden Dienstag antritt und Galatasaray Istanbul.

Alba tritt zum fünften Mal in der zweiten europäischen Liga an. Die Bilanz der vier Auftritte im Uleb-Cup, dem Vorgänger des Eurocups, fällt dabei nicht viel besser aus als in den acht Jahren, die der Klub in der Euroleague spielte. Von 2004 bis 2008 gewann Alba 15 von 27 Spielen. Nur 2006/2007 gelang unter Coach Henrik Rödl der Sprung ins Achtelfinale. Dort war Real Madrid die Endstation.

Alba Berlin

Mit der Umbenennung des Uleb- in den Eurocup änderte sich auch der Modus. Die Hauptrunde wird anstatt in Sechser- in acht Vierergruppen ausgetragen. Die Erst- und Zweitplatzierten stehen in der zweiten Runde. Dort qualifizieren sich wiederum die ersten beiden für das Viertelfinale. Die vier Sieger aus Hin- und Rückspiel bestreiten im April die „Eurocup Finals“.

„Bei nur sechs Spielen ist jede Partie in der ersten Runde schon ein Qualifikationsspiel“, sagt Trainer Luka Pavicevic. „Du musst deine Heimspiele gewinnen und auswärts attackieren, um vielleicht noch ein zwei Siege zu landen, die nötig sind, um weiter zu kommen. Alle in der Gruppe werden so denken, denn es gibt bei nur sechs Spielen kaum eine Chance, dich von Fehlern zu erholen.“

Alba steht also schon am Dienstag unter Zugzwang. Gegen ein Team aus Italien, das Albas Trainer „als sehr offensivstark“ beschreibt. „Jeder in der Starting Five kann aus der Distanz treffen, aber auch Würfe für den Mitspieler kreieren. Wir haben zuletzt ganz gut verteidigt. Da müssen wir anknüpfen und auch die Rebounds holen, denn Teramo ist das zweitbeste Offensivrebound-Team der italienischen Liga.“

Derrick Byars ist wieder einsatzbereit

Alba tritt komplett, also auch mit Derrick Byars, an. Der Forward, der am Sonnabend beim 59:53 in Frankfurt fehlte, hat seinen Magen-Darm-Virus überwunden. Bleibt nur die Frage, in wie weit sein Team die Enttäuschung, nicht in der Euroleague dabei zu sein, weggesteckt hat.

„Seit Maroussi haben wir in der Bundesliga ein paar schwere Auswärtsspiele gewonnen. Das hat unserem Selbstbewusstsein gut getan“, sagt Center Blagota Sekulic. „Außerdem ist auch der Eurocup eine sehr starke Liga. Für uns sollte aber das Viertelfinale drin sein. Und ab da ist mit etwas Glück und wenn wir gesund bleiben dann alles möglich.“ Auch Spielmacher Rashad Wright sieht seine Mannschaft zum möglichst erfolgreichen Start in den Eurocup bereit: „Wir haben mit zuletzt fünf Siegen in Folge gezeigt, dass wir uns gefangen und weiter entwickelt haben. Wir sind fokussiert und werden aggressiv ins Spiel gehen. Ich will gewinnen, immer. Das Spiel gegen Teramo, dann das nächste und das übernächste und am Ende auch den Cup.“

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