53:65 gegen Bonn
Alba muss seine zweite Niederlage einstecken
Samstag, 31. Oktober 2009 11:21Mit einem 53:65 hat Alba Berlin das Top-Spiel der Basketball-Bundesliga bei Telekom Baskets Bonn verloren. Dabei waren die Berliner gut in die Partie gestartet. Sie gingen in der Schlussphase unter. Wieder einmal scheiterte das Team an seiner Wurfschwäche.

Siege gegen Alba Berlin sind eben besonders schön. Und entsprechend feierten die 6000 Zuschauer im „Telekom Dome“. Die Berliner Basketballprofis verschwanden nach der 53:65 (26:23)-Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn so schnell wie möglich in der Kabine.
Nach einer wenig überzeugenden Leistung war es vor allem im letzten Viertel, das 8:20 verloren wurde, über Alba hereingebrochen, als Bonn eine 11:0-Serie gegen die in dieser Phase hilflos wirkenden Berliner zum Sieg nutzte. „Wir treffen in dieser Saison vor allem auswärts die Dreier nicht“, meinte Berlins Spielmacher Steffen Hamann. „Das wurde von den Bonnern bestraft.“ Im fünften Bundesligaspiel war es für Alba die zweite Niederlage.
Dabei waren die Berliner gut in die Partie gestartet. Schnell stand es 6:0, zu Beginn des zweiten Viertels hatte Alba mit acht Punkten (14:6) die höchste Führung herausgeworfen. Bis dahin waren die Bonner vor allem mit der guten Verteidigung der Berliner überhaupt nicht zurechtgekommen. Immer wieder mussten die Gastgeber aus schlechten Positionen werfen.
Besonders eben die gute Arbeit in der Defense und bei den Rebounds sorgte dafür, dass Berlin bis zum Wechsel nicht in Rückstand geriet. Denn offensiv, einmal abgesehen vom anfangs sehr guten Blagota Sekulic (10 Punkte), brachten die Berliner nicht viel. Es gingen immer wieder Bälle verloren, vor allem aber fanden Würfe aus der Distanz ihr Ziel nicht.
Alba schweiitert an seiner Wurfschwäche
Wie schon bei der Niederlage in Tübingen schien der gegnerische Korb ein Feind der Berliner zu sein. Insgesamt zwei Treffer bei 19 Versuchen – so die katastrophale Bilanz von Alba. Da konnte es nur ein schwacher Trost sein, dass Bonn lange ebenfalls schlecht traf. Auch von der Freiwurflinie schwächelte Berlin vor allem in der ersten Hälfte (4/10), am Ende hieß es 15/21.
Hoffnung machte, dass nach 18 Minuten der bis dahin glücklose Julius Jenkins endlich zu seinen ersten Punkten kam. Mit einer Drei-Punkte-Führung (26:23) ging Alba in die Kabine. Zwar traf Rashad Wright (31:25) endlich mit dem ersten Dreier für Berlin, aber die Bonner wurden stärker, erstmals bei 31:33 (23. Minute) lag Alba zurück. Die Berliner, bei denen nun Adam Chubb (bester Berliner Werfer mit 13 Punkten) gut traf, verloren zu viele Rebounds. Am Ende hieß das Reboundverhältnis 41:31 für Bonn.
Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft in einer Begegnung, die spielerisch allerdings bei weitem nicht an das anknüpfen konnte, was die Teams noch im Juni während des Play-off-Halbfinales gezeigt hatten, als Bonn Alba mit 3:2 besiegt hatte. Zehn Minuten vor Ende stand es 45:45.
Einige Male wechselte die Führung, wobei die Berliner durch Fehlwürfe und einige falsche Entscheidungen im Angriff die Bonner aufbauten. Die drehten in den letzten vier Minuten gegen die hilflos wirkenden Berliner so richtig auf. Und als unter dem Jubel der Bonner Fans auch noch zwei Dreier von Jared Jordan und Tim Ohlbrecht hintereinander im Alba-Korb versenkt wurden, war das Spiel entschieden. „Wir haben das Spiel schon vorher verloren“, bilanzierte Albas Sportdirektor Henning Harnisch. Er meinte damit vor allem die vielen vergebenen Chancen aus teilweise guten Wurfpositionen.
Die Berliner, monetan weit von ansprechender Form entfernt, haben jetzt erst einmal gut eine Woche Zeit, um konzentriert zu üben. Die nächste Partie für Jenkins und Co. steht erst wieder am Sonntag (8. November) auf dem Programm. Dann muss Alba bei den Brose Baskets Bamberg antreten. Sicherlich eine ebenso schwere Aufgabe wie am Freitag in Bonn.BMO






















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