24.02.13

Basketball

Alba Berlin meldet sich mit Sieg in Bonn zurück

Nur 43 Stunden nach der knappen Niederlage bei Real Madrid dominierte Alba das Spiel gegen Bonn und gewann mit 71:60.

Foto: Bongarts/Getty Images

Jared Jordan von den Telekom Baskets Bonn gegen Heiko Schaffartzik von Alba
Jared Jordan von den Telekom Baskets Bonn gegen Heiko Schaffartzik von Alba

"Gut gespielt, aber verloren", lautete das Fazit der Basketballer von Alba Berlin nach dem 72:77 am Freitagabend bei Real Madrid mal wieder. Die "Aggressivität" der Mannschaft sei zwar wieder da, "aber noch immer fehlen die Resultate", fand Mithat Demirel vor dem Abflug aus Spanien.

43 Stunden freute sich Albas Sportdirektor in Bonn: "Genau das hat es jetzt gegeben." Sein Team hatte mit einer nahezu perfekten ersten Halbzeit (48:31) mit 71:60 bei den Baskets in Bonn gewonnen. "Wir haben mit extrem viel Energie gespielt und sehr konzentriert" bescheinigte Demirel seinem Team. "Das hat natürlich Kraft gekostet, vor allem auswärts, aber dieser Sieg ist genau das, was wir gebraucht haben."

Zudem war es ein Sieg, der zum Play-off-Start Gold wert sein kann, denn Bayern München hatte tags zuvor in Bremerhaven verloren und jetzt wie auch Ulm acht Niederlagen auf dem Konto, eine mehr als die Berliner.

Gewohnt giftige Atmosphäre

Die Gastgeber waren nach fünf Siegen in Folge zuvor mit breiter Brust in die Partie gegangen und erzielten mit dem Dreier von Robert Vaden auch den ersten Korb des Nachmittags. Dann aber übernahmen die Berliner in gewohnt giftiger Atmosphäre schnell die Kontrolle. Nach dem ersten Distanzwurf von DaShaun Wood führte Alba 12:7, Yassin Idbihi erhöhte mit vier Punkten in Folge auf 16:7 (6.) – der Start war geglückt.

Obradovic hatte sich entschieden, Nihad Djedovic eine Pause zu gönnen und Derrick Byars aufgeboten. Der baute dann auch zusammen mit Sven Schultze die Führung weiter aus. Erst zum 30:18 (14.), dann zum 36:20 (16.).

Auch ohne ihren letzten Zugang, Center Ali Traoré, der in Berlin mit Athletiktrainer Dusko Markovic schwitzte, hatten die Berliner die ambitionierten Baskets voll im Griff. Nach zwei weiteren Dreiern von Zach Morley und Heiko Schaffartzik, ging es mit 48:31 in die Halbzeit.

In diesen ersten 20 Minuten hatte sich Albas Team nur drei Ballverluste geleistet, 44 Prozent der Dreier und 63 Prozent der Würfe aus Nah- und Mitteldistanz getroffen. Überragende Werte, die, wie sich herausstellte, nach der Pause sinken sollten.

Nach dem 54: 36 (23.) durch Je'Kel Foster blieb das Team von Sasa Obradovic in den folgenden sechs Minuten ohne Punkt. "Bonn hatte die Verteidigung umgestellt und wir damit einige Probleme", wie Demirel erklärte. Bonn verkürzte in dieser Zeit durch Jamel McLean und Vaden, der am Ende mit 18 Punkte Topscorer der Baskets war, lediglich auf 54:43 (29.). Im letzten Viertel kamen die Hausherren noch mal bis auf acht Punkte heran (67:59/37.), mehr war für sie allerdings nicht drin.

Was in der Schlussphase vor allem an Deon Thompson lag, der mit 21 Punkten vor Wood (16) bester Berliner Werfer war. auch Albert Miralles half mit. Der Center aus Spanien gilt nicht gerade als Punktegarant von der Freiwurflinie. Spätestens, als er dann aber drei Versuche in Folge traf, dürfte den Gastgebern gedämmert haben, dass es mit dem sechsten Sieg in Folge wohl nichts werden würde.

Quelle: BM
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