22.02.2013, 23:15

Basketball Alba Berlin unterliegt bei Real Madrid nur knapp


Dynamik: Albas DaShaun Wood zieht gegen Reals Sergio Llull (r.) zum Korb

Foto: PEDRO ARMESTRE / AFP

Dynamik: Albas DaShaun Wood zieht gegen Reals Sergio Llull (r.) zum Korb Foto: PEDRO ARMESTRE / AFP

Die Basketballer von Alba haben einen überraschenden Auswärtssieg in der Euroleague knapp verpasst. Bei Real Madrid verloren sie mit 72:77.

Von einem Sieg bei Real Madrid hatten sicherlich nur die größten Optimisten geträumt. Zu erwarten war eher, dass die Basketballer von Alba Berlin im nunmehr achten Spiel der Top16 der Europaliga zumindest den zuletzt so mühsam erkämpften Aufwärtstrend fortsetzen.

Mit der knappen 72:77 (33:34)-Niederlage ist ihnen das am Freitagabend wohl gelungen. Sie waren bis zur letzten Minute auf Augenhöhe mit den Spaniern, hatten sogar eine Außenseiter-Siegchance.

Auffällig war, dass die Berliner über weite Strecken ihre Schwäche, den Ball zu verlieren, besser im Griff hatten. Zudem scheint die Verpflichtung des neuen Center Ali Traoré für internen Druck zu sorgen. Alba gewann das Rebound-Duell bei Real mit 40:31. Neben Deon Thompson (14 Punkte/7 Rebounds) gehörten die Center Yassin Idbihi (11/9) und Albert Miralles (9/4) zu den Stärksten.

Vor 7849 Zuschauern liefen die Berliner erwartungsgemäß gleich hinterher. Schließlich war Real mit 6:1 Siegen Tabellenführer der Alba-Gruppe und glänzt in der spanischen Liga mit 20:1 Siegen. Aber das Team von Sasa Obradovic fand bald ins Spiel, machte aus dem 2:10 (4.) bald ein 9:12 (6.) – 14:20 stand es nach dem ersten Viertel.

Ein Niederlage, die sicherlich wehtut

Erst nach Jaycee Carrolls zweitem Dreier zum 21:32 (17.) wurde es deutlicher. Aber die Berliner zeigten Nervenstärke, eroberten sich Rebound für Rebound die Vorherrschaft an den Brettern und kämpften sich zurück. Nach einer 10:0-Serie, zu der Miralles vier Punkte besteuerte, lag Alba zur Halbzeit nur noch knapp mit 33:34 zurück.

Dass Alba bei den Überfliegern aus Spanien in Führung gehen könnte, war nach den vielen Rückschlägen zuvor nicht zu erwarten, aber genau das passierte. Nach Fosters Wurf zum 37:34 (22.) lief Real hinterher. Bei den Spaniern dreht jetzt zwar Superstar Rudy Fernandez auf, aber Heiko Schaffartzik und Sven Schultze verteidigten mit ihren Dreiern den hauchdünnen Vorsprung. Dank Derrick Byars ging es mit 50:48 in die letzte Pause.

Es war erneut Carroll, der für Madrid entscheidend vorlegte. Erst brachte er per Dreier Alba erneut in Rückstand (53:56/32.), dann traf er zum 56:66 (35.) und 60:70 (37.) – die Vorentscheidung. Alba konnte zwar durch Schaffartzik noch einmal in Schlagdistanz kommen, brachte Real aber nicht mehr in Gefahr. Ein Niederlage, die sicherlich wehtut, die aber vor dem Spiel an diesem Sonntag in Bonn keine neuen Selbstzweifel aufkommen lassen sollte.

(BM)
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