22.02.13

Basketball

Ohne Traoré bei Real - Albas Neuer muss zu Hause schwitzen

Die Berliner Basketballer haben in der Europaliga beim Spitzenklub aus Madrid anzutreten. Der neue Spieler Ali Traoré ist noch nicht dabei.

Von Sebastian Arlt
Foto: picture alliance / dpa

Nicht aufzuhalten war Real Madrid (rechts Llull gegen Albas Foster) bereits im Hinspiel, das die Berliner mit 63:77 verloren
Nicht aufzuhalten war Real Madrid (rechts Llull gegen Albas Foster) bereits im Hinspiel, das die Berliner mit 63:77 verloren

Der Neue durfte noch nicht mit. Als sich der Alba-Tross am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Spanien machte, blieb Ali Traoré in Berlin. Ein Einsatz, so hatte Cheftrainer Sasa Obradovic entschieden, komme für den Center noch zu früh. Er muss nach monatelanger Verletzungspause noch an seiner Fitness arbeiten und darf sich deshalb in den kommenden Tagen in der neuen Heimat der schweißtreibenden Arbeit mit Athletikcoach Dusko Markovic unterziehen.

Das Berliner Basketballteam wird also am Freitag in der Europaliga bei Real Madrid ohne den 2,08 Meter großen Mann auskommen müssen. Dass der 27-Jährige zum Bundesligaspiel am Sonntag in Bonn zum Team stoßen wird, ist nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

"Ich brauche noch ein wenig, um wieder ganz fit zu sein", gibt Traoré selbst zu. Auch beim Klub ist man sich darüber im Klaren, dass der Franzose nicht jetzt und sofort die erhoffte Hilfe unter den Körben sein wird. Sportlich, aber auch menschlich muss er ins Team integriert werden. "Wie schnell so etwas geht, hängt größtenteils vom Spieler selbst ab", sagt Albas Spielmacher Heiko Schaffartzik.

Vier Auswärtsspiele für Alba hintereinander

Sein Kollege Sven Schultze macht sich in dieser Hinsicht nach einigen Tagen gemeinsamen Trainings bei Traoré keine Sorgen: "Das ist ein cleveres Bürschchen." Aber Schultze weiß auch: "Wenn du vier Monate lang nicht gespielt hast, ist das nicht so leicht."

Alba bei Real Madrid – wieder so ein Spiel im Top 16 in der europäischen Eliteliga, in das die Berliner als klarer Außenseiter gehen. Denn die Spanier sind aktuell sehr gut in Form. In der Achter-Gruppe liegen sie mit 6:1 Siegen an erster Stelle (Alba ist mit 1:6 Vorletzter), und auch in der nationalen Liga dominiert Real das Geschehen (20:1 Siege).

"Wir müssen die kräftezehrenden Wochen, die auf uns zukommen, als Ganzes angehen und dürfen nicht nur von Spiel zu Spiel denken", sagt Obradovic. Den Berlinern steht eine "Vier-Spiele-Tournee" bevor. Nach dem Doppelpack in Madrid und Bonn folgen in der kommenden Woche Partien bei ZSKA Moskau (Freitag) und in Frankfurt (Sonntag). Schultze sagt mit Blick auf das zuerst Anstehende ehrlich: "Natürlich wollen wir in Madrid so gut wie möglich abschneiden, aber unser Augenmerk liegt wohl auf Bonn."

Wertvolle Erfahrungen durch schwere Spiele

In der Bundesliga haben die Berliner bereits sieben Niederlagen kassiert, sie stehen auf Platz vier und haben noch einige schwere Auswärtsspiele vor sich. Obradovic stellt den Zusammenhang zwischen einem solch schweren Spiel in der Europaliga und der Bundesliga her: "Für uns ist das eine weitere sehr wertvolle Erfahrung. Auf Dauer wird die Mannschaft dadurch besser." Auch wenn man dies erst in einer Weile erkennen werde.

Aber der Coach lebt auch im Hier und Jetzt und weiß, dass eine Klatsche in Madrid für das langsam wieder zurückkommende Selbstvertrauen seiner Mannschaft kontraproduktiv wäre. "Wir müssen immer konzentriert bleiben", fordert er von seinem Team. Denn wenn die Spanier erst einmal ins Rollen kommen, gibt es meist kein Halten mehr.

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