03.02.13

Basketball

Alba Berlin chancenlos im Verfolgerduell gegen Oldenburg

Die Basketballer von Alba Berlin haben beim direkten Tabellennachbar Baskets Oldenburg mit 65:82 verloren.

Foto: dpa

Berlins Trainer Sasa Obradovic gestikuliert während des Spiels gegen Oldenburg
Berlins Trainer Sasa Obradovic gestikuliert während des Spiels gegen Oldenburg

Die Erfolgserlebnisse der Basketballer von Alba Berlin wie beim Europaliga-Sieg gegen Bamberg vor anderthalb Wochen bleiben rar. Am Donnerstag wurden sie in Litauen von Zalgiris Kaunas mit 92:56 aus der Halle gefegt.

Am Sonntag setzte es national die sechste Niederlage der Saison. Das Team von Sasa Obradovic verlor bei den Baskets in Oldenburg klar mit 67:82 (32:41).

"Nach der zweiten Halbzeit in Kaunas war klar, dass kein Fluss in unserem Spiel sein würde", erklärte Mithat Demirel merklich zerknirscht. Sein Team konnte den Vorsatz, über fundamentale Dinge wie "die Verteidigung, die Reboundarbeit und auch die Freiwürfe" wieder besser in Schwung zu kommen, nicht umsetzen. "Wir haben den Gegner mit jeder Minute aufgebaut", gestand Albas Sportdirektor ein, "und am Ende ist dann eine so offensiv-starke Mannschaft wie Oldenburg nicht mehr zu stoppen."

Dabei starteten die Berliner besser in die Partie als die Gastgeber, führten durch DaShaunWood und Deon Thompson schnell 7:2 (2.). Acht Punkte in Folge von Ricky Paulding, der am Ende mit 22 Punkten auch bester Werfer der Partie werden sollte, sorgten dann allerdings dafür, dass bei Alba schnell Ernüchterung einkehrte.

Aus dem schon früh bedrohlichen 11:18 (6.) machten Yassin Idbihi und Heiko Schaffartzik ein 16:18 (9.). Dann aber stoppte der erste Dreier des ehemaligen Alba-Stars Julius Jenkins die Aufholjagd – 19:24 nach dem ersten Viertel.

Machtlos gegen die Dreier

Auch Adam Chubb, von 2008 bis 2010 bei Alba, schien beim Wiedersehen hoch motiviert. Der Rückstand wuchs beständig, obwohl die Berliner bei den Rebounds noch überlegen waren. Zudem wurden ihnen in der ersten Halbzeit 18 Freiwürfe zugesprochen, Oldenburg nur vier.

Entscheidend aber war, dass die Berliner sich erneut 15 Ballverluste leisteten (Oldenburg neun) und Jenkins und Paulding ihre Drei-Punkte-Würfe hochprozentig trafen.

Nach dem 32:41 zur Halbzeit ging es weiter stetig bergab, nach 27 Minuten lautete Albas Rückstand bereits 42:57. Lediglich Schaffartzik (18 Punkte) und Yassin Idbihi (14) schienen sich halbwegs in Normalform zu präsentieren.

Aber auch die beiden Nationalspieler konnten Oldenburgs Dreier-Show im letzten Viertel nicht verhindern. Erst traf Dru Joyce, dann Ronald Burrell, dann wieder mal Jenkins.

Oldenburgs Distanz-Bilanz (25 Versuche, 11 Treffer) tat weh. Alba traf sechs von 14 Dreiern – genau so viele wie Paulding, der den Ball allerdings nur neunmal auf die lange Reise schickte. Schon lange vor seinem sechstem Dreier zum 82:60 (38.) stand Albas Niederlage fest. In den letzten beiden Minuten machte Albas Wood fünf seiner zehn Punkte, was das Ergebnis noch halbwegs erträglich aussehen ließ.

Jetzt müsse die Mannschaft am Mittwoch gegen Tübingen (20 Uhr, O2 World) zu den Grundtugenden zurückfinden, sagte Demirel: "Aber leicht wird das auch nicht. Wir hatten schon im Hinspiel große Mühe. Die Mannschaft ist gut eingespielt und sieht gegen Teams, die über ihr stehen, immer gut aus."

Quelle: BM
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