06.01.13

Basketball

Alba Berlin schlägt die Braunschweig Phantoms

Die Partie gegen Braunschweig galt für die Berliner als Prüfstein. Alba meisterte sie mit einem 80:58-Sieg.

Von Theo Breiding
Quelle: BMO
06.01.13 5:38 min.
Die Partie gegen Braunschweig galt für die Berliner als Prüfstein. Alba meisterte sie mit einem 80:58-Sieg. Im Alba-Fantalk kommentieren die Spieler Sebastian Fülle und Nihad Djedovic die Partie.

Aufatmen bei Alba: Berlins Basketball Team beendete nach zuvor fünf Niederlagen in Folge seine Talfahrt. Und das überraschend souverän: Die Mannschaft von Sasa Obradovic schlug am Sonntag die Braunschweig Phantoms 80:58 (43:27).

"Das wichtigste Gefühl, das wir in diesem Moment haben, ist Erleichterung", gestand Alba Center Yassin Idbihi, der hinter Nihad Djedovic (19) mit 17 Punkten bester Werfer der Berliner war. "Es war auch wichtig, dass wir so hoch gewonnen haben, denn es ist hart, wenn man sich in ein solches Loch gräbt."

Die 9040 Zuschauer in der O2 World hatten gleich mehrfach Grund zu staunen. Da machte Albas Deon Thompson, zuletzt nicht gerade in Höchstform, gleich in den ersten vier Minuten so viele Punkte wie im Spiel 46 Stunden zuvor gegen Moskau, nämlich sechs.



Viel mehr noch verblüffte Alba mit Würfen aus der Distanz. Davon, dass die Berliner schwächstes Dreier-Team der Liga sind (Trefferquote 29,5 Prozent), war nichts zu spüren. Erst traf DaShaun Wood, dann Nihad Djedovic zum 10:4.

Braunschweigs "Wunderkind", der 19-jährige Dennis Schröder, hielt mit seinem Dreier die Gäste noch im Spiel (14:15/6.), dann aber wurde es deutlicher. Zach Morley und Heiko Schaffartzik legten die Dreier drei und vier nach, Yassin Idbihi machte sechs Punkte aus Nahdistanz – 26:16 nach dem ersten Viertel.

Alba blieb auch weiterhin im Angriff variabel, hinzu kam in der Verteidigung ein durchgängiges Maß an Aggressivität und Biss, das vor allem bei der 25-Punkte-Blamage in Bayreuth so schmerzlich vermisst worden war. "Und zwar hat jeder dazu beigetragen", freute sich Obradovic, das ist für uns der einzige Weg."

Foster findet Anschluss

Dank der alten Tugenden wurde der Vorsprung komfortabel. Nach einem Dreier von Schaffartzik hieß es 36:18 (14.). Auf Braunschweiger Seite wurde lediglich Thaddeus McFadden mit zehn Punkten in Folge auffällig – 43:27 zur Halbzeit.

Auch Je'Kel Foster, nach dem Kreuzbandriss von Vule Avdalovic Albas letzter Zugang, fand sich deutlich besser als bislang im Spiel der Berliner zurecht und sorgte für die zunächst höchste Führung (49:27/23.). Dass die nicht gleich stetig ausgebaut wurde und in einen Kantersieg mündete, lag zum einen an Braunschweigs Harding Nana, der spektakulär punktete.

Zum anderen griff Albas Team kurze Zeit so konfus und scheinbar planlos an wie in den so wenig erfolgreichen Spielen zuvor. Weniger als zwölf Punkte (61:49/34.) betrug der Vorsprung allerdings nie und das war Nihad Djedovic zu danken, der nach seiner Achillessehnenreizung erst wieder sein zweites Spiel machte. Durch seinen dynamischen Zug zum Korb bekommt Alba eine Qualität, die auch von Braunschweig nur schwer zu verteidigen war, Albas Offensive stabilisierte sich wieder.

Die Partie, die niemals zu kippen drohte, endete mit einem souveränen Sieg. "Der bedeutet uns sehr viel, er wird für eine positive Atmosphäre sorgen", erklärte Djedovic, "wir haben wieder ein Stück weit besser als Team zusammen gefunden und eine gute Chance, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren."

Ob mit ihm, ist fraglich, denn ihn plagen Achillessehnenprobleme. "Wir haben gesehen, wie wichtig Nihad für uns ist", sagte Obradovic, der nur ungern über einzelne Spieler spricht. "Er hat zehn Tage nicht trainiert und wir wissen noch nicht, wie wir weiter damit umgehen." Ob Djedovic am Freitag bei Efes Istanbul antreten kann, scheint ungewiss.

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