04.01.13

Europaliga

Alba Berlin bleibt gegen Favorit Moskau ohne Chance

Die Überraschung ist ausgeblieben: Alba Berlin hat in der Euroleague gegen den russischen Serienmeister ZSKA Moskau deutlich mit 57:75 verloren.

05.01.13 1:34 min.
Die Serie der Niederlagen in der Basketball EuroLeague setzt sich für Alba Berlin fort. Trotz einiger guter Momente verloren die Berliner vor heimischem Publikum gegen ZSKA Moskau mit 57:75.

Beim Abklatschen mit den Fans machten die Basketballprofis von Alba Berlin ein ernstes Gesicht. Zwar war gegen den haushohen Favoriten ZSKA Moskau kaum ein Sieg zu erwarten gewesen, aber die Berliner wussten, dass sie am Freitagabend nur phasenweise eine befriedigende Leistung gezeigt hatten.

Am Ende stand in der O2 World ein 57:75 (28:40) gegen die Russen. Für Alba war es in der Europaliga die zweite Niederlage im zweiten Spiel des Top 16. In der Bundesliga und in Europa sind die Berliner jetzt seit fünf Partien ohne Erfolgserlebnis.

"Gegen ZSKA muss man 40 Minuten lang konzentriert sein, sonst hat man keine Chance", meinte Nihad Djedovic, der nach seiner Achillessehnenverletzung wieder dabei war. "Um gegen die zu gewinnen, braucht man ein perfektes Spiel", ergänzte Center Albert Miralles. Davon war Alba weit entfernt.



Zwischen beiden Mannschaften liegt eine Klasse

Man kann den Berlinern großen Kampfgeist nicht absprechen, aber den 9167 Zuschauern blieb nicht verborgen, dass zwischen Alba und ZSKA eben eine Klasse liegt. Das russische Team, Etat 44 Millionen Euro, im klubeigenen Jet angereist, ist gespickt mit Spitzenspielern. Da konnte es ZSKA auch verkraften, dass der etatmäßige Topscorer, der US-Amerikaner Sonny Weems (im Schnitt 17 Punkte), wegen einer Knöchelverletzung fehlte.

Nach fünfeinhalb Minuten lag Alba letztmals in Führung (11:10), danach bauten die Russen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Sicherlich war es schwer gegen die Russen, die in Milos Teodosic ihren besten Werfer hatten (17 Punkte).

In der Defensive stemmte sich Alba zumeist engagiert gegen die Übermacht. Aber ein wenig mehr Durchdachtes hätte man sich vom Berliner Team in der Offensive vor der Pause schon gewünscht. Weder Albas bester Werfer DaShaun Wood (14 Punkten) noch Heiko Schaffartzik oder Je'Kel Foster hatten die Fäden wirklich in der Hand.

Und unter dem Korb war vom Center-Trio wenig zu sehen. Deon Thompson war früh mit zwei Fouls belastet. "Er hat danach seinen Rhythmus überhaupt nicht mehr gefunden", stellte Albas Trainer Sasa Obradovic fest. Auch die anderen Langen, Yassin Idbihi und Albert Miralles, hatten gegen ihre Gegner kaum eine Chance. Obradovic zeigte Verständnis: "Es ist wirklich nicht leicht, gegen Leute zu spielen, die besser und athletischer sind."

Nach dem Wechsel wurde es offensiv bei den Berlinern erst einmal besser, was auch an einem nun verbesserten Wood lag, der von Obradovic ein Extralob ("So brauchen wir ihn") bekam. Bis auf sechs Zähler kamen die Berliner heran (47:53/28. Minute). Zwar lag Alba nach 30 Minuten 47:57 zurück, immerhin hatten die Berliner aber den dritten Abschnitt mit 19:17 für sich entschieden.

Doch nun häuften sich erneut die Berliner Fehler. "Uns ist die Kraft ausgegangen", erklärte Miralles. Sechs Minuten vor Ende hieß es nach einer 0:11-Serie 49:68. Aufregung gab es dann nur noch, als kurz vor Schluss der türkische Schiedsrichter Emin Mogulkoc nach einem Bruch des linken Sprunggelenks vom Feld gebracht werden musste.

Djedovic blickte nach vorn. "Jetzt müssen wir am Sonntag unbedingt gewinnen." Um 17 Uhr trifft Alba dann daheim auf Braunschweig.

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