15.12.12

Basketball

Alba Berlin fordert die großen Topteams heraus

Die Gegner im Top 16 in Europas Eliteliga sind Klubs wie Real Madrid, Panathinaikos Athen und ZSKA Moskau. Keine leichten Spiele.

Foto: picture-alliance/ dpa

Erinnerung: Vor knapp vier Jahren traf Alba (mit Jenkins/r.) letztmals auf Real
Erinnerung: Vor knapp vier Jahren traf Alba (mit Jenkins/r.) letztmals auf Real

Es war eine anstrengende Rückfahrt für das Basketballteam von Alba Berlin. Erst Freitagabend kamen die Profis aus Tel Aviv zurück, wo sie zum Abschluss der Europaliga-Vorrunde mit 62:78 bei Maccabi unterlegen waren.

Aber bei der Landung in Berlin war diese Partie bereits ganz weit weg. Zum einen hatte sie keinen Einfluss mehr aufs europäische Geschehen, Alba hatte sich bereits vor zwei Wochen für das Top 16 in Europas Eliteliga qualifiziert. Und andererseits steht ja bereits am Sonntag (15 Uhr, Sport1) in der O2 World der Bundesliga-Gipfel gegen Meister Brose Baskets Bamberg an.

Auch wieder gegen Bamberg

Alba gegen Bamberg, ein Klassiker, der jedes Mal für Zündstoff sorgt. Und daher passt es auch ganz hervorragend, dass sich die beiden Rivalen nicht nur in der Liga gegenüberstehen. Auch Bamberg hat das Top 16 in Europa erreicht – und in dieser Gruppenphase werden die beiden Klubs nun zweimal aufeinandertreffen. Nichts Besseres konnte den Berlinern passieren, als neben der renommierten Konkurrenz aus dem Ausland auch die Franken in der Gruppe zu haben. Sowohl am Sonntag als auch in der Europaliga dürfte eine volle Halle programmiert sein.

Der Blick auf die Gruppe lässt Albas Geschäftsführer Marco Baldi schwärmen: "Das ist genau das, was wir wollten." Die Berliner, mit einer Wildcard in der Europaliga spielberechtigt, treffen neben Bamberg auf Real Madrid, Panathinaikos Athen, ZSKA Moskau, Unicaja Malaga, Efes Istanbul sowie Olympiakos Piräus oder Zalgiris Kaunas. Da sind klangvolle Namen und absolute Topteams dabei, für Alba wird es sehr schwer. Die besten Vier der Achtergruppe erreichen das Play-off-Viertelfinale. Ein Gedanke, mit dem sich die Berliner eher nicht beschäftigen, sie wollen so gut wie möglich aussehen.

Thompson ist Albas bester Werfer

In der Saison 2008/2009, als Alba letztmals unter den 16 besten europäischen Teams stand, gingen alle sechs Partien gegen Real Madrid, Maccabi Tel Aviv und den FC Barcelona verloren. So etwas soll es nicht noch einmal geben. "Man hat auch gegen Maccabi gesehen, dass wir mithalten können", sagt Baldi. Er bezieht sich damit allerdings nur auf eine längere Phase in der zweiten Hälfte, als Alba am Donnerstagabend nach einer desolaten Vorstellung in Abschnitt eins einen 24-Punkte-Rückstand auf acht Zähler zusammenschmelzen ließ. "Wir haben uns nicht aufgegeben und sind nicht auseinander gefallen", sieht Deon Thompson auch das Positive. Der US-Amerikaner war mit 16 Punkten wieder einmal Berlins bester Werfer. "Ich bin froh, dass das Team so reagiert hat", erklärt auch Cheftrainer Sasa Obradovic, der in der Halbzeitpause seiner Mannschaft wohl gehörig Bescheid gesagt haben dürfte. Das Berliner Team zeigte zwei Gesichter. Am Sonntag gegen den Meister der vergangenen drei Jahre muss Alba sein gutes zeigen.

Zum ersten Mal sind zwei deutsche Klubs in der Top-16-Runde der Europaliga dabei; hinzu kommen im Eurocup Ulm und in der EuroChallenge Oldenburg und Bonn. Als "einen bedeutsamen Schritt und ein ganz wichtiges Zeichen" sieht Bundesliga-Geschäftsführer Jan Pommer dieses erfreuliche Abschneiden an. "Es hat uns immer etwas Kummer bereitet, dass wir sportlich auf internationalem Parkett nicht so erfolgreich abgeschnitten hatten."

Schwierige Terminplanung

Für die Verantwortlichen bei Alba steht in den kommenden Tagen viel Arbeit an: Da sind nicht nur die Partie gegen Bamberg und die Suche nach einem Ersatz für den verletzten Spielmacher Vule Avdalovic. Bis zum kommenden Montag soll der Terminplan fürs am 27. Dezember beginnende Top 16 stehen. Wie Alba haben auch andere Klubs Probleme mit der Verfügbarkeit der Multifunktionsarenen, in denen sie spielen. "Die Planung ist sehr anspruchsvoll", sagt Baldi, "aber wir kriegen das hin."

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