18.11.12

Basketball

Alba Berlin überrennt die Skyliners Frankfurt

Die Berliner präsentierten sich erholt von der Europaliga-Pleite gegen Siena. Beim 91:65 gegen Frankfurt durften Nachwuchsspieler ran.

Von Sebastian Arlt
Quelle: BMO
18.11.2012 8:09 min.
Gegen chancenlose Frankfurter gewannen die Albatrosse ungefährdet mit 91:65 (49:29). Im Alba-Fantalk kommentieren die Spieler DaShaun Wood und Steven Monse die Partie.

22 Sekunden vor Schluss kam auch noch David Herwig aufs Feld. Der 19 Jahre alte Nachwuchsspieler hatte seinen zweiten Einsatz bei den Profis von Alba Berlin, zuvor hatte Cheftrainer Sasa Obradovic bereits in Sebastian Fülle (20) und Steven Monse (22) den beiden anderen jungen Basketballern im Team einen Einsatz gegönnt.

"Ich bin glücklich, dass ich alle spielen lassen konnte", erklärte Obradovic. Die Gelegenheit war günstig, denn beim 91:65 (49:29) gegen die Skyliners Frankfurt war schnell klar, dass der Sieger nur Alba heißen würde. Da schlug die Stunde der Jungen.

Für Herwig waren es nur wenige Sekunden, für Monse knapp vier Minuten, Fülle war bei seinem vierten Einsatz im Profiteam mit zehneinhalb Minuten am längsten im Einsatz. Wobei Monse besonders aufgeregt war. Für ihn war es "ein großer Moment", wie er zugab. Denn er feierte seine Premiere in der Truppe von Obradovic. Das Trio ist es eher gewohnt, auf der Bank zu sitzen. "Man kriegt nichts geschenkt", sagte Monse. Aber man müsse "immer bereit sein", vielleicht doch vom Coach eingesetzt zu werden.

Gute Unterhaltung für 10.399 Fans

Doch nicht nur für die drei Jungen war es ein gelungener Spätnachmittag in der O2 World. Die 10.399 Zuschauer fühlten sich gut unterhalten, auch wenn sich bei der klaren Angelegenheit die Spannung in engen Grenzen hielt.

Wichtig war allen, dass die Berliner Mannschaft nach der knappen Niederlage in der Europaliga gegen Siena (73:75) drei Tage zuvor eine entsprechende "Reaktion" zeigte, wie es Obradovic gefordert hatte. "Das haben wir getan", stellte Kapitän Sven Schultze kurz und knapp fest. "Wir haben immer dominiert", meinte der Trainer. "Wir können heute zufrieden sein."

Alba liegt in der Bundesliga nun auf dem siebten Platz (10:4 Punkte), hat gegenüber Tabellenführer Ulm (16:4) allerdings drei Spiele weniger ausgetragen.

Man habe das Siena-Spiel "schnell abgehakt", berichtete Spielmacher Heiko Schaffartzik. Doch er ordnete Spiel und Ergebnis richtig ein: "Frankfurt ist nicht Siena." Denn von der Klasse des italienischen Spitzenteams waren die Hessen meilenweit entfernt.

"Es war nicht unser Tag", gab Skyliners-Coach Muli Katzurin enttäuscht zu. Der ehemalige Alba-Trainer hatte auf einen seiner Besten, Center Zachery Peacock, verzichten müssen, der wegen einer Sprunggelenkverletzung nicht dabei war. Daher waren die Frankfurter unter den Körben total unterlegen, was sich auch im Reboundverhältnis von 36:22 für Berlin dokumentierte.

Größter Vorsprung betrug 32 Punkte

Schon nach sechs Minuten war der Vorsprung zweistellig (19:9). 20 Zähler Differenz waren es zur Halbzeit (49:29). Den größten Vorsprung hatten die Berliner in der 29. Minute mit 32 Punkten (71:39) herausgeworfen. Dass in den letzten Minuten die Konzentration und Intensität ein wenig nachließ, störte niemanden wirklich.

Positiv war auch, dass gleich fünf Spieler bei Alba zweistellig trafen: Topscorer war Center Yassin Idbihi, der es auf 17 Punkte brachte, vor Zack Morley (16), DaShaun Wood (15), Deon Thompson (14) und Nihad Djedovic (10). Zumeist kombinierte Alba sehr gut, am Ende standen 20 Assists in der Statistik. Allein zehn davon gingen auf das Konto von Vule Avdalovic.

"Sicher geht es noch besser", bilanzierte Albas Sportdirektor Mithat Demirel zu Recht. Aber gegen die Frankfurter seien die Ungenauigkeiten "nicht so aufgefallen". Gerade das wird der signifikante Unterschied zur kommenden Aufgabe sein. Denn in der Europaliga werden Fehler sofort gnadenlos bestraft. Diese leidvolle Erfahrung haben die Berliner in den ersten sechs Partien in der europäischen Königsklasse machen müssen.

Am Donnerstagabend steht nun ein besonders richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Mit einem Sieg bei den Franzosen von Elan Chalon würden die Chancen, das Top 16 in Europa zu erreichen, gewaltig steigen. Bei einer Niederlage wären die Hoffnungen eher gering. "Jetzt haben wir wieder gute Stimmung im Hinblick auf das Chalon-Spiel", erklärte Obradovic erleichtert nach der Partie. Da er alle zwölf Spieler einsetzen konnte, durften sich die Leistungsträger lange Pausen auf der Bank gönnen.

Bei den Franzosen konnte sich keiner schonen. Sie kamen am Sonntag zu einem hart erkämpften 99:95 gegen Cholet. Zudem wurde die Verpflichtung von Spielmacher Kevin Houston bekanntgegeben. Er könnte gegen Alba schon dabei sein.

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