12.11.12

Basketball

Alba Berlins aggressives Spiel zahlt sich aus

Alba machte alle Hoffnungen des Mitteldeutschen BC frühzeitig zunichte: Die Berliner siegen in Weißenfels souverän mit 91:68.

Foto: AFP

Alba-Trainer Obradovic wechselte wegen der internationalen und nationalen Doppelbelastung permanent durch - ohne dass das Spiel in seinem Fluss behindert wurde
Alba-Trainer Obradovic wechselte wegen der internationalen und nationalen Doppelbelastung permanent durch - ohne dass das Spiel in seinem Fluss behindert wurde

In den letzten beiden Bundesliga-Auswärtspielen hatten Berlins Basketballer jeweils Extra-Schichten absolvieren müssen. Die Partie in Ludwigsburg ging nach Verlängerung verloren, die in Trier wurde gewonnen. Am Sonntag reichten Alba die regulären 40 Minuten, um eine Entscheidung herbeizuführen. Und diese fiel dann auch noch positiv aus: Das Team gewann beim Mitteldeutschen BC 91:68 (43:42). Ein Pflichtsieg, denn die Gastgeber waren als Vorletzte der Tabelle in dieses Spiel gegangen.

Nach den ersten vier Minuten war auf der Anzeigetafel der Unterschied zwischen Favorit und Außenseiter noch nicht zu erkennen. Den Körben von Yassin Idbihi, DaShaun Wood und Deon Thompson hatte Chad Timberlake fünf Zähler entgegen gesetzt. Dann aber baute Alba die Führung vom 6:5 (4.) bis zum 17:5 (8.) durch Albert Miralles aus. Bemerkenswerterweise hatte Albas Coach zu diesem Zeitpunkt bereits neun Spieler eingesetzt, ohne dass die Dinge in ihrem Fluss behindert wurden.

Auch in der Folge wechselte Sasa Obradovic wegen der internationalen und nationalen Doppelbelastung permanent durch, der MBC blieb auf Distanz. Dafür sorgte im zweiten Viertel vor allem Zach Morley mit neun seiner 13 Punkte. Die Gastgeber hielten Albas ehemaliger Nachwuchs-Center Phillipp Heyden und Devin Uskoski im Spiel – mit 43:32 ging es in die Pause.

Spiel früh entschieden

Im Basketball ist es ohne weiteres legitim, angesichts eines Elf-Punkte-Rückstands noch auf eine Wende zu hoffen. Alba machte aber alle Hoffnungen gleich zu Beginn des dritten Viertels zunichte. Besser: der MBC stand gänzlich auf verlorenem Posten. Nach 13 Punkten der Berliner, denen die Mitteldeutschen nur drei entgegen zu setzen hatten, stand es 56:36 (25.). Alba entschied den dritten Abschnitt mit 28:10 für sich und damit auch früh die Partie. Mit 72:41 ging es in die letzten zehn Minuten, die der Form halber dann noch gespielt wurden und die in einem Dreier-Festival endeten. Alba gewann 91:68.

Nach den beiden Verlängerungs-Krimis zuvor dürfte Alba in Weißenfels weit mehr dem Idealfall eines Auswärtsspiels in der Bundesliga nahe gekommen sein. Einzig die Verwertung der Freiwürfe war mit 69 Prozent eher schwach. Die Berliner gewannen das Rebound-Duell 38:29, leisteten sich moderate zehn Ballverluste, trafen 59 Prozent ihrer Würfe aus Mittel- und Nahdistanz und sieben Dreier bei 15 Versuchen (47 Prozent). Mit Nihad Djedovic (15), Wood (14), Morley sowie Vule Avdalovic (beide 13) und Deon Thompson (11) punkteten fünf Alba-Spieler zweistellig.

"Wir haben unsere Aggressivität und Intensität in der Verteidigung das ganze Spiel über hoch gehalten", freute sich Sportdirektor Mithat Demirel. "Das ist bei uns immer der Schlüssel zum Sieg. Dadurch kamen wir zu einfachen Körben, fanden im Angriff besser unseren Rhythmus und haben hochprozentiger getroffen." Demirel blickte dann aber gleich auf das Spiel gegen Montepaschi Siena am kommenden Donnerstag in der O* World 20.45 (Uhr). "Das ist für uns ein absolutes Endspiel. Wir müssen jetzt regenerieren und uns gut vorbereiten."

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