Basketball
Alba nach Würzburg-Niederlage gehörig unter Druck
Wenn die Berliner zum dritten Mal auf ihren fränkischen Kontrahenten treffen, zählt nur eine Strategie: "Würzburg einfach weghauen".
Acht Spiele sind im Viertelfinale gespielt, und in drei der vier Duelle ist nach wie vor alles offen. Nur die Ulmer führen gegen Braunschweig 2:0; sie können schon am Sonntag das Halbfinale klar machen. Zwischen den Bayern und Quakenbrück sowie in der Auseinandersetzung Bamberg gegen Bonn steht es in den "Best of five"-Serien 1:1. Genau wie zwischen Alba und Würzburg. "Wir haben jetzt eine Best-of-three-Serie", sagt Berlins Trainer Gordon Herbert, wissend, dass seine Mannschaft am Samstag (16 Uhr) im dritten Aufeinandertreffen beider Klubs in der O2 World gehörig unter Druck steht.
Ordentlich "in den Hintern getreten" hätten die Würzburger seinem Team beim klaren 66:79 am Mittwoch in Franken, sagt Albas Trainer. Es sei "die erwartete Schlacht" gewesen und Albas Vorstellung "enttäuschend". Am Donnerstag stand die Aufarbeitung des Spiels per Video auf dem Programm. "Seitdem blicken wir nach vorn, im Play-off muss man solche Spiele schnell abhaken", erklärt Herbert und ist sich sicher: "Wir werden daraus lernen."
Nur Schaffartzik stark
Sein Kapitän, DaShaun Wood, der in Spiel zwei am Mittwoch einen rabenschwarzen Tag erwischte, nur drei von 15 Würfen traf und nur fünf Punkte beisteuern konnte, hatte mit der Vergangenheitsbewältigung noch gleich vor dem Duschen begonnen. "Als deren Fans gleich nach der Schlusssirene wirklich laut zu feiern anfingen, habe ich mir gesagt, das saugst du jetzt ganz tief in dich rein, damit du es nicht vergisst. Das willst du nie wieder erleben."
Albas Qualität der vergangenen Wochen sei es gewesen, dass immer andere die Last übernommen hatten, wenn es bei einigen mal nicht so lief, sagt Coach Herbert. In Würzburg hätte nur Heiko Schaffartzik die Herausforderung angenommen. "Im ersten Spiel hatte ich noch ein wenig zu sehr darauf gewartet, dass das Spiel zu mir kommt und mir dann vorgenommen, aggressiver zu sein", erklärt der Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft. Für Spiel drei fordert er: "Wir müssen deren physisches Spiel mehr annehmen und konzentrierter sein." Die Auswärtsniederlage sei "kein Grund, in Panik zu verfallen. Wir müssen Würzburg einfach weghauen." Womit das Motto zumindest für den Nachmittag in der O2 World ausgegeben wäre. Möglicherweise ohne Kyle Weaver, den eine Wunde an der linken Hand plagt, die genäht werden musste.















